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Neuss: Abi-Fete: Neues Konzept vorgelegt

Neuss : Abi-Fete: Neues Konzept vorgelegt

Nach vielen Enttäuschungen rund um die Abi-Fete liegt nun ein alternatives Konzept vor. Event-Experte Marc Pesch will die Feier ausrichten.

Als Abiturient Konstantin Rehlinghaus in diesem Jahr bei der Abi-Fete war, schaffte er es gerade noch in den Innenraum der Eventhalle. Denn feiern durften dort nur 1800 Jugendliche — verkauft worden waren jedoch rund 4000 Karten, weil auch der Außenbereich als Party-Fläche angemeldet war. Das sorgte schon 2012 für Ärger, der sich in diesem Jahr wiederholte.

"Für mich bedeutete das, ich war drinnen, aber fast die gesamte Stufe war draußen", erzählt Rehlinghaus, der in diesem Jahr am Quirinus-Gymnasium sein Abitur gemacht hat. Rein- und wieder rauszukommen, sei so gut wie unmöglich gewesen. "Und draußen war es nur zwei Grad über null", erzählt der Abiturient. Viele Jugendliche machten in den Tagen danach ihrer Enttäuschung Luft, schrieben an die NGZ oder posteten auf dem sozialen Netzwerk Facebook. Darauf wurde auch der Neusser Marc Pesch aufmerksam. Der Journalist, Moderator und DJ betreibt eine eigene Eventagentur, organisiert Events in der Region. "Großveranstaltungen sind mir nicht fremd", sagt Pesch, der die Abi-Fete gemeinsam mit Oliver Becker stemmen will, der bei vielen Veranstaltungen in der Eventhalle, etwa "Was gibt's Neuss" für die Technik zuständig ist. Denn eines steht für Pesch fest: An der Eventhalle als Standort sollte festgehalten werden. "Sie liegt einfach optimal und kann die meisten Leute aufnehmen", sagt Pesch, der statt eines Outdoor-Bereichs ein großes Partyzelt vorschlägt. Seine Idee: Musik mit DJ in der Eventhalle, Live-Musik mit Band im Zelt davor. "So sind beide Orte gleich attraktiv für die Besucher", sagt Pesch. "Das Drängeln auf einen Platz in der Halle hört auf." Seine Idee hat der Event-Experte bereits der Bezirksschülervertretung, in der auch Konstantin Rehlinghaus aktiv ist vorgestellt. Dessen Vorstandskollegen Marc Kamphausen und Laura Lückmann sind froh, dass es für ihre Mitschüler nun eine Alternative zum bisherigen Veranstalter gibt. "Denn der Frust in diesem Jahr war riesengroß", sagt Lückmann.

Marc Pesch will seine Ideen nun noch vor den Sommerferien den Party-Kommitees der Schulen vorstellen. Denn letztlich entscheiden die Jugendlichen, welchem Anbieter sie den Zuschlag geben.

(NGZ/ac)