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Gnadentaler Schützen: Abgespeckte Parade

Gnadentaler Schützen : Abgespeckte Parade

Improvisationskünste wurden am Sonntag den Gnadentaler Schützen abverlangt. Trotz der Wetterkapriolen wurden zwei Regenten ermittelt: Dirk Vollmer trägt die Krone der Jäger, Daniel Parsch ist König der Edelknaben.

Improvisation war am Sonntag Nachmittag in Gnadental gefragt. Die Wetterlage war einfach zu unbeständig - meilenweit vom Wunsch der Gnadentaler Schützen - Sonne über Gnadental - entfernt. Und so kamen die Verantwortlichen des Bürger- und Heimatvereins überein, den Zugweg extrem zu verkürzen und die Parade ohne jedwedes Beiwerk abzuhalten. Gesagt, getan - wobei man im Nachhinein schon etwas traurig war, diese Vorsichtsmaßnahme vorweggenommen zu haben. Denn es blieb trocken - aber nachher ist man bekanntlich immer klüger.

Auf dem Grünen Weg paradierte nach dem Kurzumzug unter der Führung von Oberst Hans Gerd Seffern das Regiment unter den Augen des Schützenkönigspaares, Emil und Renate Kazda. Zudem waren neben dem Komitee zahlreiche Ehrengäste und als Vertreter der Stadt Bürgermeister Thomas Nickel und auch der Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe zu entdecken. Bei der Parade kamen schließlich die Fahnenschwenker zu ihrem Recht, die zuvor auf ihren obligaten Auftritt hatten verzichten müssen.

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"Die Haltung der Schützen war vorbildlich", bekannte nicht nur der im Mittelpunkt stehende Schützenkönig, der wenig später schon seinen Nachfolger fand. Schon am Morgen, als der Festgottesdienst in St. Konrad anstand, waren bange Blicke zum Firmament gerichtet worden.

Doch es ging gut, so dass die Programmpunkte des Vormittags, zu denen unter anderem noch die Totenehrung mit Großem Zapfenstreich am Augustinusstein gehört hatte, ohne Probleme abgewickelt werden konnte. Begonnen hatten die schützenfestlichen Tage - nach der Ouvertüre am Freitagabend - mit dem Einschießen des Festes durch die städtischen Geschütze am Samstag. Beim Wettbewerb am Schießstand wurde mit Dirk Vollmer der neue König der Jäger ermittelt. Seine Ritter sind - Kopf: Torsten Büngen; rechter Flügel: Horst Holubek; linker Flügel: Marcel Schick; Schweif: Willi Krey.

Etwas abseits vom Geschehen gingen die Edelknaben zu Werke, um ihren König zu finden. Der heißt Daniel Parsch. Seine Ritter sind - Kopf: Mario Behrens; rechter Flügel: Nico Rottmann; linker Flügel: Justin Hesse; Schweif: Marvin Gau. Das Schießen der Korpskönige entschied Olaf Heck für sich. Volker Parsch hieß der Sieger beim Schießen der ehemaligen Könige. Zum Komiteesieger wurde Peter von Nollendorf gekürt.

Der Abend gehörte schließlich dem Fackelzug, doch ging dieser gegen Ende in einem heftigen Schauer unter. Insbesondere zwei Großfackeln zogen die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich. Die eine war dem neuen Oberst, die andere dem neuen Präsidenten gewidmet.

Am Montag neigt sich das Fest im Stadtteil im Grünen dem Ende entgegen. Am Abend werden die Krönungsfeierlichkeiten zelebriert.

(NGZ)