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Neuss: A 57 wird jetzt verbreitert

Neuss : A 57 wird jetzt verbreitert

Über zwei Jahre dauerten die Vorarbeiten für die Verbreiterung der A 57 zwischen Holzbüttgen und Neuss-West, jetzt beginnt der Ausbau der Strecke. Bis März 2014 heißt das: Baustellenverkehr auf 3,5 Kilometer Länge.

"Schlafende Baustellen" und die Diskussion über zu enge Fahrspuren in Baustellen haben in jüngster Zweit den Fokus auf die Bundesautobahnen gelenkt - aber das Baubüro Kaarst des Landesbetriebs Straßen NRW nicht in Verlegenheit gebracht. "Wir waren schneller", sagt Josef de Mülder zufrieden, der Projektleiter Ausbau.

Die Baustelle A 57 "schläft" nicht. "Da wird richtig gepowert", berichtet de Mülder vielmehr mit Blick auf den Baubeginn zum Ausbau des letzten Autobahnabschnittes im Neusser Stadtgebiet in dieser Woche. Und in Punkto Baustellensicherheit schiebt der Projektleiter nach: "Wir haben mehr getan, als notwendig." Jede Spur in der Baustelle wird die fast schon komfortabel zu nennende Breite von 3,25 Metern aufweisen.

Die Vorarbeiten für die jetzt anstehende Aufweitung der Strecke auf sechs Spuren nahmen gut zweieinhalb Jahre in Anspruch, der Bau selbst wird genauso lange dauern. De Mülder kann sogar ein Datum für die Fertigstellung nennen: 10. März 2014. Bis zu diesem Termin muss die jetzt beauftragte Arbeitsgemeinschaft den Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Holzbüttgen im Norden und dem schon sechsspurigen Teil im Bereich Autobahndreiecke Neuss-West fertig haben. 3,5 Kilometer für 24,6 Millionen Euro.

Parallel zu diesen Arbeiten laufen ab Mai nächsten Jahres die Vorarbeiten für die Aufweitung der A 57 über das Kaarster Kreuz hinaus nach Norden an. Gibt der Bund rund 25 Millionen Euro, die dafür benötigt werden, zeitnah frei, baut der Landesbetrieb die Unterführung Kampstraße, die Überführung Neusser Straße/Kaarster Straße und auch die Brücke über die A 52 im Kreuz Kaarst schon ab 2012. Hält der Bund die Summe noch ein Jahr zurück, beginnt zumindest der Bau der Lärmschutzwände am Nordostrand von Kaarst und zur Neusser Siedlung Am Stock.

Nachdem die Bauarbeiter bislang seitwärts der Autobahn tätig waren, rücken sie jetzt zunächst in deren Mitte. Inselbaustelle nennt das de Mülder. Sie wird bis Mitte Dezember eingerichtet, damit bis Ende Januar im Mittelstreifen Überfahrten, Kanäle und Schächte gebaut werden können. Der Verkehr wird auf zwei Spuren am äußersten Rand der Strecke vorbeigeführt. Das ändert sich ab Anfang Februar, wenn der Ausbau in Fahrtrichtung Köln beginnt. Auf der Strecke Richtung Krefeld werden dann zwei mal zwei Baustellenspuren eingerichtet. Ab dann muss auch die Auffahrt zur A 57 in Richtung Krefeld an der Rheydter Straße gesperrt werden. Das bleibt auch dann noch so, wenn am 19. November 2012 die Baustelle die Seiten wechselt.

(NGZ)