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Neuss: A 57-Brücke am Kreuz Kaarst gesetzt

Neuss : A 57-Brücke am Kreuz Kaarst gesetzt

Ein Autokran hievt bis Montagabend 36 Betonelemente auf die Brückenpfeiler.

Die Bauarbeiter und Ingenieure am Autobahn-Kreuz Kaarst müssen vor allem eines an den Tag legen: jede Menge Fingerspitzengefühl. Denn sie montieren seit Freitagmorgen die zweite Hälfte der Brücke, die den Verkehr der Autobahn 57 über die A 52 führt und zum Ende des Jahres in beide Fahrtrichtungen freigegeben werden soll. Heißt konkret: 36 Elemente aus Stahlbeton müssen auf die Brückenpfeiler gesetzt werden.

Für insgesamt 18 dieser Elemente mussten die umliegenden Autobahn-Auf- und Abfahrten sowie die Autobahn 52 am Wochenende zeitweise gesperrt werden, weil die Teile montiert wurden, die künftig über die Fahrstreifen der A 52 führen sollen. "Wichtig ist, dass wir den Zeitplan einhalten", sagt Bauleiter Tim Reinold vom Bauunternehmen "Echterhoff", das im vergangenen Jahr bereits für den Bau der anderen Brückenhälfte zuständig war.

Jedes einzelne der Elemente wiegt zwischen 55 und 75 Tonnen und ist zwischen 18 und 28 Metern lang. "Die Herausforderung ist die millimetergenaue Platzierung auf den Brückenpfeilern, die vorher penibel ausgemessen wurden", erklärt Bauleiter Reinold. Rund 20 Arbeiter sind auch heute noch an der Montage der verbliebenen neun Fertigbauelemente beteiligt.

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Die gute Nachricht für Autofahrer: Seit Sonntagabend, 23 Uhr, sind die Sperrungen wieder aufgehoben, der Zeitplan fürs Aufsetzen der schweren Teile über den Fahrbahnen konnte eingehalten werden. Hochgehievt werden alle Teile mit einem Schwerlast-Autokran, der bis zu 500 Tonnen bewegen kann. Kranführer, Einweiser und alle Vorarbeiter legten eine gute Leistung ab. "Alles ist ohne Komplikationen verlaufen", sagt der Bauleiter, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Der 32-Jährige steht darüber hinaus in ständigem Kontakt mit dem Bauherren, dem Landesbetrieb "Straßen NRW".

Die Kosten für den Brückenbau liegen übrigens bei insgesamt rund fünf Millionen Euro, zum Ende des Jahres soll das Bauwerk dann je dreispurig in die Fahrtrichtungen Krefeld und Köln befahrbar sein.

(cka)