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90 Jahre Carl-Steins-Stiftung

90 Jahre Carl-Steins-Stiftung : Landes-Jazz-Orchester spielt für die Steins-Stiftung

Die Familienstiftung unterstützt seit 90 Jahren begabte aber bedürftige Schüler. An die Gründung wird jetzt erinnert.

Die mit der Bürgerstiftung Neuss freundschaftlich verbundene Carl-Steins-Stiftung feiert in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen. Statt eines Festaktes gibt es dazu am Sonntag, 30. September, ein Konzert in der Aula des Mary-Curie-Gymnasiums, zu dem das Jugend-Jazz-Orchester des Landes NRW verpflichtet werden konnte. Beginn ist um 17 Uhr. Karten zum Preis von zehn Euro sind noch im Bücherhaus am Münster, Krämerstraße, aber auch an der Abendkasse erhältlich.

„Stiften“, sagt Dieter Steins, der Enkel des Stiftungsgründers, „ist wohl die eleganteste Form, nachhaltig in die Förderung des Gemeinwohls zu investieren.“ Und er hält sich selbst daran. Das erschöpft sich nicht darin, gemeinsam mit Emmy Tressel, der Leiterin des Marie-Curie-Gymnasiums, einmal jährlich als Vorsitzender der Carl-Steins-Studienstiftung einen Förderpreis für besondere schulische Leistungen und soziales Engagement an Absolventen des Gymnasium zu vergeben. Er war auch vor zehn Jahren Gründungsmitglied der Bürgerstiftung Neuss (Bü.Ne) und ist aktuell dort Vorsitzender des Stiftungsrates. „In der Vergangenheit haben wir als Bü.Ne gemeinsam mit der Familienstiftung Steins eine Reihe von Projekten gemeinsam gefördert, die sich im weitesten Sinne mit Bildung und Erziehung beschäftigt haben“, betont die Bü.Ne-Vorsitzende Dorothea Gravemann.

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Seit 1929 fördert die Stiftung gemäß Stiftungsurkunde junge Menschen, die „begabt und bedürftig“ sind. So hatte es Carl Steins (1876 bis 1946) verfügt, der nie ein Gymnasium besucht hatte, weil seine Eltern nicht das Schulgeld aufbringen konnten, der aber trotzdem vom Lehrling zum Teilhaber der Neuss Ölkuchen- und Futtermittelfabrik Geyr aufstieg. Diesen Erfolg betrachtete Steins als Verpflichtung, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. So erwarb er 1928 Grundstücke in Grimlinghausen, die er auf die Stiftung übertrug. Die Erlöse aus der Verpachtung werden seit 1929 in Form von Stipendien weitergegeben. Die ersten Zahlungen galten noch Schülern der Städtischen Oberrealschule. Mit Gründung des Theodor-Schwann-Gymnasiums war die Stiftung seit Mitte der 50er Jahre  mit dieser Schule verbunden. Als vor 30 Jahren das „Schwann“ mit dem Marie-Curie-Gymnasium vereinigt wurde, zog die Stiftung mit.

(-nau)