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Neuss: 400 Gaukler und Ritter beim Mittelalterfest

Neuss : 400 Gaukler und Ritter beim Mittelalterfest

Ende April findet im Rennbahnpark ein großes Mittelalterfest mit über 400 Mitwirkenden statt. Die NGZ verlost Karten für dieses Event.

Einen Einblick in vergangene Zeiten, das verspricht das fünftägige Mittelalterfest, das in zwei Wochen, vom 27. April bis zum 1. Mai, im Rennbahnpark Neuss stattfindet. Die Veranstalter nutzen das 17 Hektar große Gelände am Rande der Innenstadt, um dort nicht nur einen mittelalterlichen Markt aufzubauen, sondern auch um verschiedene Spektakel aufzuführen, etwa ein Lanzenstechen oder die Feier der Walpurgisnacht.

Über 60 Handwerker- und Krämer wollen ihre Stände und Ritterzelte aufbauen, zudem reiten von Samstag bis Mittwoch an jedem Tag die Ritter zum Turnier. Nur die tapfersten Ritter, die alle "Exerzitien" genannten Geschicklichkeitsübungen absolviert haben, dürfen anschließend mit der Lanze gegeneinander antreten. "Die Verlierer sind vom Platze zu schleifen", sagt "Herold Thomasius", der die Besucher als mittelalterlicher Moderator durch die einstündige Reitshow führt.

Einer der sagenhaften Recken, die in diesem Jahr in Neuss antreten, ist Ritter Wenzel vom Schwanstein, alias Vazlav Hata aus Calau. Der 47-Jährige hatte als junger Mann den Beruf eines Elektroingenieurs erlernt und kam durch ein Amateurtheater zum Mittelalter. Dabei entdeckte er seine Leidenschaft für Schwertkämpfe und die Reiterei und wurde bald Mitglied und später Chef einer professionellen Stuntmen-Gruppe. Seit 20 Jahren ist er hauptberuflich Stuntmen und wurde schon für diverse TV- Produktionen engagiert.

Im Turnier spielt er den "bösen Ritter". Trotz der langjährigen Erfahrung ist für ihn jedes Ritterturnier etwas Besonderes: "Da gibt es genügend Aktionen, die man einfach nicht vorhersehen kann. Schließlich arbeiten wir mit Tieren und nicht mit Maschinen!" Ein weiterer Reiter im Turnier ist Thoralf Scheffler. Er stammt aus der Lausitz und hat seine ersten Erfahrungen beim Zirkus und bei Indianer-Reitshows gesammelt. Daher reitet er wie der Teufel, macht Kopfstand auf dem Pferd oder springt mit ihm durch Feuerbrünste.

Für Unterhaltung während des Spektakels sorgen vier Bands: "Die Streuner", "Luscinia Obscura", "Duo Obscurum" und die "Dudelzwerge". Rund 400 aktive Mitwirkende, vor allem Ritter, Händler, Handwerker und Mundschänke, aber auch Falkner, Musiker, Narren, Feuerspucker und Artisten sind bei dem Spektakel vor Ort.

Info Öffnungszeiten: Samstag 11 bis 22 Uhr, Sonntag und Montag 11 bis 19 Uhr. Dienstag (Walpurgisnacht) 11 bis 24 Uhr. Am letzten Tag, 1. Mai, 11 bis 19 Uhr. Ritterturniere täglich 13.30 und 16.30 Uhr. Erwachsene zahlen 9 Euro Eintritt, Kinder von 6 bis 16 Jahren 4,50 Euro. Familien und Alleinerziehende zahlen nur für das erste Kind. Infos unter www.suendenfrei.de

(NGZ)