Neuss: 25. Hansefest mit Show und Spiel gefeiert

Neuss : 25. Hansefest mit Show und Spiel gefeiert

Zum Jubiläum reisten die Delegationen aus mehrere Hansestädten an – auch aus Lettland. In der Innenstadt wurde mit einem bunten Programm gefeiert, das mit Spiel, Spaß und Musik das Heute mit dem Gestern verband.

Zum Jubiläum reisten die Delegationen aus mehrere Hansestädten an — auch aus Lettland. In der Innenstadt wurde mit einem bunten Programm gefeiert, das mit Spiel, Spaß und Musik das Heute mit dem Gestern verband.

Patrik Blumnau bot im Hansedorf einen Mineralienstab feil. Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Die offizielle Eröffnung des diesjährigen Hansefestes ließ auf sich warten, so dass der Marinechor Neuss bei seinem Auftritt etwas improvisieren musste. Nach dem geplanten Repertoire stimme er zur Überbrückung der Zeit das Neusser Heimatlied an. Das Publikum störte sich nicht daran, sang stattdessen hier genauso gerne mit wie zuvor bei Seemannsklassikern wie "Gorch Fock Ahoi" und "Am besten segelt noch dein alter Kapitän". Dann konnte allerdings doch die Glocke zur Festeröffnung erklingen. Die Hanse-Beauftragte der Stadt, Angelika Quiring-Perl, und der stellvertretende Vorsitzende der Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN), Armin Badort, läuteten gemeinsam das über zwei Tage laufende Hansefest ein.

Angelika Quiring-Perl und Armin Badort eröffnen das Hansefest. Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Mit acht Hansestädten präsentierten sich so viele wie noch nie in diesem Jahr in Neuss. An ihren Ständen gab es nicht nur Informationen über die Städte zu erfahren, sondern unter anderem auch Bier und Whiskey aus Stralsund oder Schalen aus Straupe in Lettland. Was die wenigstens bisher wussten: Auch die Neusser Partnerstadt Pskow gehört zum Hansebund. Sie war mit einer besonders großen Delegation angereist.

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Bei einem Empfang mit allen Teilnehmern wurde Angelika Quiring-Perl der goldene Schlüssel der Stadt überreicht. "Der Hansebund steht für Freundschaft über nationale Grenzen hinaus", so Quiring-Perl. Das gute Miteinander nicht nur in der Hanse, sondern auch in der Stadt Neuss hob auch Armin Badort in seiner Ansprache besonders hervor. "Nur dieses Zusammenwirken macht ein solches Fest möglich", sagte er.

Die ZIN trat zum 25. Hansefest wieder als Veranstalter auf. Dem Marinechor Neuss gehörte als Erstem die Bühne vor dem Zeughaus. Es folgten Showauftritte der Tanzgarde des TSV Norf, der Tanzschule Görke, dem Tae Kwon Do Club Neuss und der Band "Super-Jazz" sowie Zumba und Modenschauen.

Für Stimmung am Samstagabend sorgten der Schlagersänger Andreas Köhler und die Rock- und Soulband "Push Up" mit Sänger Carl Ellis. Seine eigene Bühne suchte sich Stelzenläufer Olaf Leonhard, der über die Plätze und durch die Straßen schlenderte. Seine Kostümierung stellte einen mittelalterlichen Strandhändler dar, der Muscheln, getrockneten Algen und Fische gegen andere Sachen tauschen wollte. Entlang des Hauptstraßenzugs boten zahlreiche Stände Waren wie Schmuck, Leder und Textilien sowie Kulinarisches an.

Am Stand des Segelschulschiffs "Alexander von Humboldt" lernten die Besucher Seemannsknoten, für weiteres maritimes Flair sorgte das im Hafen vor Anker liegende Schiff "River Dream" mit seiner "schwimmenden Kaffeetafel". Die Händler im Hansedorf auf dem Münsterplatz ließen sich bei ihren Pelzen, Kristallen und Eisenschwertern auf manche Feilscherei ein. Gaukler Jupp zeigte sein Talent beim Jonglieren mit seinen selbstgebastelten Bällen und "Devil-Sticks", Kinder konnten beim Fische ins Wasser werfen kleine Schätze aus seiner Truhe gewinnen. Muskelkraft entschied beim "Hau den Lukas", ob man Tölpel, Narr, Knappe oder Ritter ohne Furcht und Tadel ist.

(NGZ)