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Neuss: 20 Millionen Euro für den Römerpark?

Neuss : 20 Millionen Euro für den Römerpark?

Im Römerpark stehen weitreichende Veränderungen an. Nicht nur, dass der Hit-Markt schließt und Kaufland nachfolgt. Das Gelände soll saniert werden, kündigt der Besitzer an. In der Schublade hat der aber offenbar noch andere Pläne.

Eines steht fest: Am Römerpark in Neuss stehen weitreichende Veränderungen an. Doch wie genau die aussehen werden, ist offenbar noch nicht abschließend geklärt. Der Besitzer, der Berliner Vermögensverwalter Redos, kündigt an, 20 bis 22 Millionen Euro in die Sanierung des Standorts investieren zu wollen. Laut NGZ-Informationen werden allerdings parallel zu diesen Plänen geheime Verhandlungen mit Investoren über einen Verkauf des Geländes geführt.

"Derzeit spreche wir mit allen Mietern des Römerparks", sagt Klaudia Herrmann, die für Redos die Fläche betreut. Denn alle Einzelhändler — neben dem Hit-Markt sind das der Schuhhändler Reno, der Elektronikmarkt Medimax sowie die Bekleidungsketten Kik und Adler — haben mit dem Besitzer einen Generalmietvertrag geschlossen.

Und weil der Hit-Markt angekündigt hat, ab November zu schließen, wird auch mit den anderen Händlern nun neu verhandelt. "Sicher ist bereits, das Kaufland als Nachfolger kommt", sagt Herrmann. Auch mit einem Mönchengladbacher Schuhhändler würden Gespräche geführt. Die Kette Adler werde auf jeden Fall bleiben, mit den anderen Mietern liefen noch die Verhandlungen, sagt Herrmann, die den Römerpark als "Nahversorgungsstandort, der sehr gut angenommen wird", lobt.

Das sei auch der Grund, warum sie mit der Firma Kaufland einen großen Supermarkt als Nachfolger für den "Hit-Markt" gewinnen konnte. Der soll allerdings nicht nahtlos in die freiwerdenden Räume — der Römerpark verfügt insgesamt über 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche — einziehen. Sechs Monate werden für Umbauarbeiten angesetzt, währenddessen soll das gesamte Gelände geräumt und modernisiert werden. "Wir wollen 20 bis 22 Millionen Euro investieren", kündigt Herrmann an.

Das wäre dann die schon vor fünf Jahren angekündigte Generalsanierung. Im Jahr 2008 hatte die Redos-Vorgängerfirma 3 C Real Estate schon einmal eine solche Maßnahme angekündigt. Damals hatte Herrmann, die schon zu diesem Zeitpunkt für die Projektentwicklung zuständig war, ein Investment von 72 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Dazu kam es jedoch nie. Von diesem Vorhaben sei Redos "abgerückt", sagt Herrmann heute. Sie spricht anstelle der Sanierung nun von einer "Revitalisierung" des Standorts. Unter anderem soll der Parkplatz neu gepflastert werden, "es wird keine Pinselstrichsanierung", betont Herrmann.

Laut NGZ-Informationen hat Redos allerdings nicht nur Umbau- sondern auch Verkaufspläne für den Römerpark. Offenbar werden im Hintergrund mit zwei Investoren Verkaufsgespräche über das Gelände geführt, die allerdings noch in der Frühphase seien. Die NGZ erfuhr von ersten "Sondierungsgesprächen".

Offenbar sind die Investoren derzeit dabei, den Wert des Geländes abzuschätzen. Die Inhaberfirma Redos wollte sich zu diesen Vorgängen trotz mehrmaliger Anfrage nicht äußern.

(NGZ)