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Neuss: 10.000 Musik-Fans erwartet

Neuss : 10.000 Musik-Fans erwartet

Zum MidWest Music Festival am Sonntag auf der Rennbahn legen bekannte DJs Elektro und House auf. Es werden bis zu 10.000 Besucher erwartet. Aber es gibt ein umfangreiches Sicherheitskonzept.

Noch sind die Bühnen leer, und die Musikanlagen sind gut eingepackt. Das ändert sich aber am Sonntagmittag, sobald DJs ihre Musik auflegen und die Besucher tanzen. Das MidWest Music Festival feiert in Neuss seine Premiere. Ausgesucht dafür wurde als Veranstaltungsgelände die Galopprennbahn in Neuss. Auf zwei Bühnen spielen DJs Musik der Richtungen Elektro und House. Zu dem Festival werden rund 10.000 Besucher auf der rennbahn erwartet.

"Wir wollten ein Gelände in der Umgebung finden, weil wir hier Bedarf für so eine Art von Festival gesehen haben. Die Neusser Galopprennbahn bietet genügend Platz", sagt Mariann Krott vom Veranstalter concert team nrw. Allerdings erfordert ein Festival dieser Größenordnung auch ein Sicherheitskonzept. Für dieses ist Falco Zanini zuständig. Der "Meister für Veranstaltungstechnik", wie seine Berufsbezeichnung lautet, ist seit 31 Jahren in der Branche tätig. Nach sechswöchiger Planung steht das Konzept für das Festival in Neuss. Genehmigt ist die Veranstaltung für 15.000 Menschen.

So viel Andrang wird nicht erwartet, dennoch wird am einzigen Eingang an der Hammer Landstraße vom Veranstalter genau mitgezählt, wie viele Besucher sich auf dem Gelände aufhalten. "Der Rennbahnpark ist mit 30 Hektar weitläufig genug, so dass eigentlich nichts passieren kann. Dennoch ist auch mit der Sicherheitsfirma und deren Ordnern besprochen, wie eine Vollräumung im Notfall abläuft", sagt Zanini. Neben der Sicherheitsfirma sind auch die Polizei und Rettungsdienste vor Ort.

Da sich das Unglück der Loveparade genau am Veranstaltungstag zum ersten Mal jährt, drängt sich die Frage auf, ob Vorschriften geändert wurden. "Nein, es gibt keine neuen Gesetze, aber die Umsetzung läuft anders ab: Die zuständigen Behörden sind genauer in ihrer Arbeit", weiß Zanini zu berichten. Auch in Kollegenkreisen werde noch viel über die Loveparade diskutiert. Dabei sei der Wunsch entstanden, die zum Teil sehr unterschiedlichen Vorgaben in den Kommunen einheitlicher zu gestalten, um allen Beteiligten solcher Veranstaltungen mehr Sicherheit zu geben. Auch die Veranstalter sind sich des besonderen Datums bewusst und spenden pro verkaufter Eintrittskarte einen Euro an eine Organisation, die die Opfer der Loveparade unterstützt.

Um zwölf Uhr mittags tritt Patric la Funk als Erster auf. Im Stundentakt betritt jeweils ein anderer DJ die Hauptbühne und lässt es krachen. Ab 16 Uhr lässt Martin Solveig die Musik aus den Lautsprechern dröhnen, und um 21 Uhr betritt Mainact Tiesto, DJ aus Holland, die Bühne. Diese misst 25 mal zehn Meter und bietet die neuste Technik für aufwendige Licht- und Videoshows.

(NGZ)