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100 Jahre "Einigkeit" Elvekum: Verein aus Neuss feiert stilles Jubiläum

100 Jahre „Einigkeit“ Elvekum aus Neuss : Kirmesgesellschaft feiert stilles Jubiläum

Im Kreis der Bürger-, Schützen- und Heimatvereine gehört die „Einigkeit“ aus Elvekum zu den kleinen, doch in diesem Jahr kann sie ein großes Jubiläum feiern. 100 Jahre wird der Schützenverein, doch statt einer viertägigen Sause mit Ehrengästen und sämtlichen Nachbarvereinen gab es nur eine kleine Feierstunde.

An der nahm Bürgermeister Reiner Breuer als Schirmherr teil. Nach einem kurzen Totengedenken und dem Großen Zapfenstreich entrollte er gemeinsam mit dem Vorsitzenden Thomas Quix die Schleifenbänder eines Kranzes, der am Ehrenmal niedergelegt wurde.

Als höchster Repräsentant des Vereins nahm Schützenkönig Bernd Jerate mit seiner Königin Katharina an der Zeremonie teil. Der 51-Jährige vom Zug „Junge Kameraden“ hatte sich vor einem Jahr beim Vogelschießen mit dem zwölften Schuss durchgesetzt und ist nun König für zwei Jahre.

Archivar Arno Kandler hat das Jubiläum zum Anlass genommen, die Vereinsgeschichte noch einmal zusammenzufassen. Die beginnt mit dem Entschluss, nach den Jahren des Ersten Weltkriegs mit seinen Entbehrungen und Nöten wieder Kirmes feiern zu wollen. Und weil man sich in dem Punkt einig war, war auch der Name des Vereins, der das Fest ausrichten sollte, schon gefunden: Einigkeit. Zeitungsanzeigen zum Beispiel aus dem Jahre 1859 lassen vermuten, dass diese Festtradition schon lange vorher gepflegt worden war.

Erster Präsident des Vereins Einigkeit wurde Winand Schiefer. Was er in die Satzung schrieb, hat bis heute Gültigkeit: „Der Verein verfolgt den Zweck, Geselligkeit und Gemütlichkeit zu hegen und zu pflegen.“ Seit 1936 ist es Tradition, dazu am dritten Juniwochenende ein Fest zu organisieren. Eine andere Tradition gab der Verein auf: Das Hahneköppen. Das erlebte Elvekum zuletzt 1957.