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Zentrale Fußball anlage: Freude beim FC Neukirchen-Vluyn

Gemeinsam für den Sport in Neukirchen-Vluyn : FC Neukirchen-Vluyn 09/21 weiht neue Fußballanlage ein

Die zentrale Fußballanlage wurde am Samstag offiziell ihrer Bestimmung übergeben und mit einem gelungenen Festakt, Aktionen und Freundschaftsspielen eingeweiht. Warum Integration in der Erfolgsgeschichte eine Rolle spielt.

Diese Bilder, Emotionen und Erlebnisse werden lange in Erinnerung bleiben. Am Samstag übernahm der FC Neukirchen-Vluyn 09/21 offiziell als Pächter seine neue Fußballheimat. Die zentrale Fußballanlage an der Tersteegenstraße geht endgültig in den Spielbetrieb über. Ein Schmuckkästchen für die knapp 30 Teams, angefangen von den Bambinis bis zu den Seniorenteams, die ab sofort optimale Trainingsbedingungen erleben und König Fußball frönen werden.

Schon der starke wie stolze Einzug der Mannschaften sorgte für Gänsehautmomente. Sie sind das Aushängeschild und ein sympathischer Beleg für den FC-Vereinsslogan „Tradition mit Zukunft“. Doch bevor es zu den verschiedensten Aktivitäten und Aktionen auf dem Spielfeld, dem Aufeinandertreffen der Mannschaften kommen sollte, galt den offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten die Aufmerksamkeit. Bürgermeister Ralf Köpke erinnerte an die zurückliegende Zeit des lokalen Fußballs, seine Entwicklung in den beiden Vereinen, des SV Neukirchen im Klingerhuf und vom TuS Preußen auf dem Jahnplatz an der Sittermannstraße. Weitsicht, Engagement, politische Entscheidungen ab 2016 und geglückte Fusion beider Vereine zum FC Neukichen-Vluyn im Februar 2018 sind dabei Meilensteine im Gesamtpaket.

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„Die politische Entscheidungen haben dann den Weg freigemacht“, so Köpke zur Mammutaufgabe, den örtlichen Fußball neu zu verorten. Vor allem die Finanzierung über Fördertöpfe sei Kern der Erfolgsgeschichte. 90 Prozent von 6,2 Mio. Euro Baukosten wurden über den „Sozialpakt Soziale Integration im Quartier“ gefördert. Ein Fördertopf von Bund und Land, den Wirtschaftsförderin Ulrike Reichelt ins Spiel brachte. Köpkes Dank galt den Väter dieser Anlage, die früh die Vision einer zentralen Sportanlage auf der Stadtmitte vertraten und dafür warben. Zu den Machern im Hintergrund gehörten schon vor der Jahrtausendwende unter anderem Norbert Gebuhr, Franz Frings und Harald Lenßen. „Mit der Übergabe der Fußballanlage sind wir endlich komplett“, freute sich Köpke.

Eng mit der Entscheidung, dem Schulzentrum wie den Sportlern eine Heimat zu geben, ist die Entwicklung der neuen Stadtmitte Niederberg verbunden. Dass zwei Vereine ihre Spielorte aufgeben und fusionieren, wurde damals noch als „völliger Blödsinn abgetan, ist aber heute Realität und zugleich Voraussetzung“, so Richard Stanczyk, Vorstand Stadtsportverband. „Fußball gehört uns allen, integriert, schafft gemeinsame Kultur und Sprache. Fußball ist zugleich die große Chance einer gemeinsame Plattform in der faszinierenden Fußballwelt“, so Stanzyck.

Fußball sei die Schmiede für Teamgeist, Freude, Respekt und Freundschaft. „In 711 Tage ist viel passiert. Heute haben wir eine super Anlage“, freute sich Klaus Osthöfer, FC-Vorsitzender, im Rückblick an den Baustart im September 2020. Corona und Lieferprobleme bei den Baustoffen gehörten zu den Herausforderungen. Am Abend feierten Sportler wie Gäste eine Party.