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Weißstorch Luzie ist nach Schaephuysen zurückgekehrt

Rheurdter Zugvogel kommt weit herum : Storch Luzie kehrt nach Schaephuysen zurück

Der langbeinige Stammgast landete auf einer verschneiten Straße und bekam Futter zur Begrüßung.

Luzie ist zurück. Der Storch mit dem Ring Nummer „L975“ landete am Mittwochnachmittag mitten auf der schneiten Straße vor dem Haus von Rosemarie Demsing-Tessmer. „Die Straße ist zum Glück ruhig und wenig befahren“, sagt die Storchenbetreuerin, die den Wink mit der weißen Federschwinge sofort verstanden hat. Eiligst wurde eine Hühnchenbrust in heißem Wasseraufgetaut, kleingeschnitten und an Luzie verfüttert. Die hatte augenscheinlich großen Hunger. Es musste eine zweite Futterschale zubereitet und in Brocken zugeworfen werfen.- Dabei fünf die Störchin die Fleischbrocken geschickt aus der Luft.

Luzie legt alljährlich einem Zwischenstopp in Schaephuysen ein. Anhand der Ringnummer kann ihr Lebenslauf ausgelesen werden. Die Störchin ist an die Nähe von Menschen gewöhnt. Im Jahr 2002 wurde sie als Jungtier in den Rostocker Zoo gebracht. Im Winter 2011 wurde die Störchin in schlechtem Zustand im Westerwald aufgegriffen und in der Vogelpflegestation Eitorf/Sieg wieder gesund gepflegt. Am Niederrhein wurde sie neben Schaephuysen auch in der Nähe von Mönchengladbach, so in Wegberg und Willich, gesichtet.

Als sich Luzie im Jahr 2017 nicht in Schaephuysen blicken ließ, vermuteten die Anwohner das Schlimmste. Doch ein Jahr später war Luzie wieder da – so, als sei nichts gewesen. nach dem Hühnchen „ToGo“ flog Luzie in dieser Woche auf das Dach des Nachbarhauses und sah den Kindern beim Schneemannbau zu. Auch am Folgetag warte die Störchin geduldig auf ihr Futter.

Rosenmarie Demsing-Tessmer öffnet gerne ihre Speiskammer für den Stammgast: „Es ist einfach eine Freude, dass die Störchin uns jedes Jahr für einige Wochen besucht.“ Da Weißstörche recht alt werden können - etwa 35 Jahre -, dürfen die Schaephuysener sich hoffentlich noch oft über Luzies Ankunft freuen. Für viele Menschen im Dorf ist sie mittlerweile ein zuverlässiger Vorbote des Frühlings geworden.

(dne)