"Unser Dorf hat Zukunft": Schaephyusener gehen auf Goldtour nach Berlin

Busfahrt zur „Unser Dorf“-Auszeichnung : Schaephyusener gehen auf Goldtour nach Berlin

50 Männer und Frauen fahren zur „Grünen Woche“, die Auszeichnung im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erfolgt.

Im Nu waren alle gut 50 Plätze vergeben, als die Interessengemeinschaft Schaephuysener Bürger und Vereine im Februar 2019 bekannt gab, eine Berlinfahrt zur Grünen Woche zu organisieren, um dort die Auszeichnung im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zu erhalten. „Damals waren wir schon Landessieger, aber noch kein Bundessieger“, sagt Ralf Thier, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Schaephuysener Bürger und Vereine. Jetzt hat er zusammen mit Schriftführer Thomas Birnbaum das Programm für die Bustour „Schopes goes Berlin“ in der Gaststätte Hauser vorgestellt. Der Bus startet frühmorgens am Donnerstag, 23. Januar, am Bürgermeister-Beelen-Platz, Ziel sind zwei Hotels im Berliner Nikolaiviertel, in denen die Schaephuysener drei Tage untergebracht sind. Das Nikolaiviertel ist mit 750 Jahren das älteste Quartier in der Bundeshauptstadt, liegt rund um die Nikolaikirche in Berlin-Mitte und gehörte bis zum Mauerfall vor 30 Jahren zum Ostteil der Stadt.

Am Freitag besichtigen die Schaephuysener den Bundestag, um anschließend mit dem Bundestagsabgeordneten Stefan Rouenhoff zu sprechen. Der 41 Jahre alte Christdemokrat aus Goch ist Berichterstatter im Wirtschafts- und Energieausschuss sowie Mitglied im Europaausschuss. Nachdem sie die Reichstagskuppel angeschaut haben, fahren die Schaephuysener am Freitagnachmittag zur Grünen Woche auf dem Messegelände. Dort wird Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die Auszeichnung als Bundesgolddorf verleihen.

„Eingeladen sind alle Dörfer, die auf Landesebene Gold geholt haben“, berichtete Thomas Birnbaum. „Es kommen mehr als 2000 Besucher. Einige Dörfer stellen sich mit ihren Gruppen vor. Darauf verzichten wir, weil die Veranstaltung schon jetzt mehrere Stunden dauert.“ Er will sich überraschen lassen, wie die Auszeichnung aussieht: „Ich weiß nicht, ob es eine Medaille, einen Pokal oder etwas anderes gibt.“

Am Samstagvormittag lernen die Schaephuysener Berlin bei einer Stadtrundfahrt kennen. Am Samstagnachmittag können sie die Bundeshauptstadt selbst erkunden. Am Sonntag fahren sie zurück an den Niederrhein. Dabei können sie sich Zeit lassen: Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen, der bei der Berlintour dabei ist, hat seinen Neujahrsempfang, der ursprünglich für den 26. Januar, den Tag der Rückkehr, geplant gewesen war, um drei Wochen verschoben. Der Bürgermeister lädt jetzt für den 16. Februar um 11 Uhr zum Empfang in die Gaststätte Winters-Gilbers nach Schaephuysen ein. Dort wird die Auszeichnung in Berlin sicherlich ein wichtiges Thema sein.

1977 war Schaephuysen schon einmal Bundesgolddorf gewesen, damals im Vorläuferwettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Als Golddorf hat es einmal im Wettbewerb auszusetzen. Voraussichtlich 2023 kann Schaephuysen auf Kreisebene neu starten.