Über die Naschstraße ins Heimatmuseum Schaephuysen.

Offener Museumstag in Schaephuysen : Über die Naschstraße ins Heimatmuseum Schaephuysen

Einen super sonnigen Tag erlebten die Besucher des Heimatmuseums in Schaephuysen im Rahmen des Museumstages.

Jedes Jahr wechselt das Motto. Dieses Mal drehte sich alles um Blühpflanzen. Gleichzeitig präsentierte sich der Verein für Gartenkultur und Heimatpflege, der im letzten Jahr durch verschiedene Aktionen zur Insektenvielfalt und die Anlage von Wildblumenwiesen auf sich aufmerksam machte. Zu erinnern ist an das Projekt „Wir summen mit“ und an Aktionen zur Verbesserung des Lebensraumes von Insekten, besonders der Bienen. Am Sonntag lud der Außenbereich zur Kaffeetafel ein. Gekühlte Getränke boten bei der Wärme eine willkommene Erfrischung. Für die Kamp-Lintforterin Ilse Quelle war es der erste Besuch des Heimatmuseums, und gleich ein Volltreffer. „Ich entdecke viele Dinge aus meiner Kinder- und Jugendzeit. Eine solche Singer-Nähmaschine hatte ich früher auch“, erzählte sie. Auch der Kohleofen, der früher in keiner Küche fehlte, gehörte zu ihrer Vergangenheit. Die gelernte Frisörin entdeckte dann noch typisches Handwerkszeug wie eine Ondulierschere. „Ich finde es gut, dass sich mit solchen Dingen die Reise in die eigene Vergangenheit machen lässt.“

Heimspiel für Doris Koschare, für die die Heimatstube eine kleine Schatzkammer ist, in der die Zeit stehengeblieben scheint. „Und dann das alte Klassenzimmer. Tolle Sachen überall“, meinte sie mit Blick auf die Schulbänke, die früher die Kinder gedrückt haben. Für den Vorsitzenden Mario Gürtler ein gelungener Doppelschlag. Heimatgeschichte und Natur passten erneut gut zusammen, wie der dritte Museumstag im ehemaligen Bankinstitut zeigte. 2017 erfolgte mit vereinten Kräften der Umzug von der gegenüberliegenden Grundschule in die neuen Räume. Im Außenbereich des Heimatmuseums wurde im letzten Jahr ein kleiner Schaugarten vom Verein für Gartenkultur und Heimatpflege angelegt, der sich bereits in Blüte zeigte und Ziel der Bienen war. „Wir bauen noch Insektenhotels auf“, so Gürtler. Auch ein Mustervorgarten wurde angelegt, der mit geringem Aufwand zu pflegen ist. „Wir wollen einfach zeigen, dass Schottervorgärten nicht sein müssen.“ Gleichzeitig konnten die Besucher über die Fassadenbegrünung fachsimpeln wie auch über die Elemente der angelegten Naschstraße mit Heidel- und Johannisbeersträuchern. Verschiedene örtliche Aussteller präsentierten ihre Angebote, wie Susanne Buchwald. „Statt Blumenstrauß bietet sich ein kleines Mitbringsel aus Holz an“, sagt sie. Kleine Vogel- und Herzmotive hatte sie im Sortiment. Im Eingangsbereich des Heimatmuseums konnten sich Gartenfreunde mit kreativen Pflanzgefäßen und verschiedenen Saisonpflanzen eindecken, angefangen von Lavendel und Kräutern bis zu Kartoffel- und Tomatenpflanzen.

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