Stursberg-Schüler lesen und singen für Frieden

Neukirchen-Vluyn: Stursberg-Schüler lesen und singen für Frieden

Jungen und Mädchen beeindrucken mit Liedern und Texten.

„Frieden geht anders“, unter diesem Titel findet eine sehenswerte Ausstellung mit zahlreichen Veranstaltungen in der evangelischen Stadtkirche in Moers statt. Eine davon war ein von Schülern des Julius-Stursberg-Gymnasiums gestalteter Konzert- und Leseabend.

„Für mich war es wichtig, das Thema ‚Frieden‘ nicht nur in der Kirche, sondern auch in unserer Schule zu verankern“, erklärte Iris Christofzik, Lehrerin für evangelische Religion das Zustandekommen des Veranstaltungsprogramms. Ursprünglich „nur“ von ihrer achten Klasse vorbereitet, schlossen sich dann aber bald auch der Schulchor und einige Schüler des Jahrgangs zwölf dem geplanten Klassenauftritt an. Heraus gekommen ist ein aus Literaturbeiträgen, Chorliedern und eigenen Schülertexten bestehendes Programm.

Den Auftakt machte der Auftritt des Schülerchores mit einer gesanglichen Bitte um Gottes Erbarmen und dem anschließend im Wechsel vorgetragenen Gedichts der bekannten deutschen Dichterin Marie Luise Kaschnitz zu den schrecklichen Ereignissen des amerikanischen Atombombenabwurfs über der japanischen Stadt Hiroshima. Es folgten weitere literarische Beiträge zum Thema „Aggression“, zum Beispiel die Geschichte von Wolfgang Borchert über zwei Freunde, deren Verhältnis im Laufe der Jahre immer aggressiver wurde. In diesem Sinne beschwor Iris Christofzik als zwischenzeitliche Moderatorin immer wieder die „verbindende und befreiende Kraft von Musik und Kunst für den Frieden“. So waren die Besucher aufgefordert, gemeinsam mit dem Schulchor den bekannten christlichen Kanon „Dona nobis Pacem“, „Gib uns Frieden“, Bob Dylans „Blowing in the Wind“ oder John Lennons musikalischen Friedensappell „Imagine“ mitzusingen. Daneben hatten Schüler zu den Friedentexten auch noch einige selbst geschriebene Beispiele mitgebracht. „Frieden fängt im Kleinen an“, lautete dabei die Botschaft von Moderatorin Iris Christofzik, nach der sich zwischenzeitlich alle Besucher die Hände reichten und dann gemeinsam den bekannten Joan-Baez-Song zur einstigen Martin-Luther Kampagne für die Rechte der farbigen US-Bürger „We shall overcome“ anstimmten. Den Abschluss machte ein von einem Ex-Schüler geschriebenen Text.

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