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Sturmtief Sabine: Schäden in Neukirchen-Vluyn und Rheurdt halten sich in Grenzen

Bilanz der Feuerwehren : Sturmtief „Sabine“: Die Schäden halten sich in Grenzen

Glimpflich sind Neukirchen-Vluyn und Rheurdt beim Sturmstief „Sabine“ davongekommen. Die Wehr in Neukirchen-Vluyn meldete 16 Einsätze bis Montagmorgen. Das Ausmaß habe sich, im Gegensatz zum Sturmtief „Friederike“ vor zwei Jahren, in Grenzen gehalten.

„Alle Einheiten waren mit Kettensägentrupps und Aufräumteams damit beschäftigt, umgestürzte Bäume jeglicher Stärke und Art von Fahrbahnen, Fahrzeugen usw. zu befreien“, so die Feuerwehr. Auch einige Dachziegel seien von Dächern gefegt worden. Dabei habe es sich aber um kleinere Einzelfälle gehandelt.

Die Feuerwehr in Rheurdt rückte zwischen Sonntagmittag und Montagmittag zu insgesamt acht wetterbedingten Einsätzen aus. Dabei blieb es bei kleineren Sachschäden, Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Meist ging es um umgeknickte Bäume. In Schaephuysen zersägte und beseitigte die Wehr am Sonntagabend zwei Bäume, die einen Radweg blockierten. Am Montag stürzte ein Baum an der Bahnstraße in Lind auf eine Oberleitung. Die Wehr zerschnitt ihn und sicherte die Leitung bis zum Eintreffen des Energieversorgers.

Bereits am Sonntagvormittag hatte die Feuerwehr Rheurdt eine kommunale Führungsstelle eingerichtet, um Einsätze autark zu koordinieren. Die Leitung der Feuerwehr besetzte gemeinsam mit zwei Kameraden die Führungsstelle, fünf Schaephuysener und sechs Rheurdter Kameradinnen und Kameraden besetzten zudem präventiv je ein Fahrzeug an ihren Standorten. Die Bevölkerung wurde über einen Facebook-Live-Ticker zum aktuellen Stand der Einsätze informiert.

Als die abendlichen Wettervorhersagen eine leichte Abmilderung prognostizierten und sich zunächst keine weiteren Schäden ereigneten, wurde die Bereitschaft sowie die kommunale Führungsstelle um 23 Uhr aufgelöst. Am Montagmorgen rief der noch einmal auffrischende Wind die Feuerwehr Rheurdt dreimal auf den Plan. Dabei wurden die Kräfte regulär per Funkmeldeempfänger alarmiert.

Wie Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen berichtete, standen am Sonntag auch Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und des Bauhofs in Rufbereitschaft. Ihr Eingreifen sei aber nicht erforderlich gewesen. Der Unterricht an der Martnusschule Rheurdt sowie die Betreuung der Offenen Ganztagsschule fielen am Montag aus. Für Notfälle wurde aber eine Betreuung zwischen 7.30 und 14 Uhr angeboten. Am Dienstag soll der Unterricht wieder stattfinden. Sollte es eine erneute Sturmwarnung geben, liege es im Ermessen der Eltern, zu entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule bringen oder nicht.

(RP)