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Steintiere für den Weg der Artenvielfalt in Schaephuysen gesucht

Rheurdt-Schaephuysen : Steintiere für den Weg der Artenvielfalt gesucht

Der Verein für Gartenkultur und Heimatpflege in Schaephuysen hat einen „Wandelweg der Artenvielfalt“ angelegt. Die Öffnung wurde durch das Coronavirus ausgebremst, soll aber bald nachgeholt werden. Jetzt ruft der Verein Kinder dazu auf, Steine mit Tiermotiven zu bemalen, die entlang des Wandelweges abgelegt werden und in der Coronazeit Mut machen sollen.

Die Fertigstellung des „Wandelweges der Artenvielfalt“ nimmt trotz Corona immer weiter Gestalt an. Vieles ist bereits gemacht worden, einiges auch unter erschwerten Bedingungen. „Wie schön wäre es für alle Beteiligten gewesen, in den warmen Tagen des Frühlings eine öffentliche Einweihung dieses Stückchens Lehrpfad mit vielen Interessierten zu feiern. Aber was nicht ist, kann ja hoffentlich bald noch kommen“, sagt Claudia Koschare, vom Verein für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen.

„Im Juni sollen noch Lerntafeln aufgestellt werden. Wir hoffen, dass wir dann den Wandelweg auch öffnen können.“ Leider sei es zur Zeit auch nicht möglich, festzustellen, ob in die bereitgestellten Nist- und Rückzugsmöglichkeiten bereits einige Tiere eingezogen sind. Um aber dennoch ein wenig „Leben“ und Farbe auf den Wandelweg zu bringen, hat der Verein eine Bitte an die Kinder: „Bemalt doch bitte Steine mit Insekten und Kleintieren jeglicher Art, die ihr kennt. Diese Steine würden dann an den Wandelweg der Artenvielfalt ausgelegt werden.“

Da der Weg aktuell noch gesperrt ist, können die Kinder die Steine leider nicht selbst auslegen. Daher wurde unter dem Dach des Vorbaus am Heimatmuseum, an Hauptstraße 39 (an der Fußgängerampel) ein Körbchen bereitgestellt, in dem die Kinder ihre kleinen, kreativen Kunstwerke ablegen können. Die Tiersteine werden dann zum Wandelweg umgesiedelt. „Elisabeth Jakob, ein ganz neues Mitglied in unserem Verein, betreut das Projekt und wird die Steine verteilen“, erläutert Claudia Koschare.

Welche Tiere gemalt werden, bleibt den Kindern natürlich selbst überlassen. „Wir würden uns freuen, wenn ganz viele Steintiere den Wandelweg der Artenvielfalt schon bald bunter machen würden“, hofft Koschare. „Es haben sich schon einige Tiere im Korb versammelt, die sich über weitere Gesellschaft freuen würden.“ Eulen, Eidechsen, Marienkäfer, Fledermäuse, Schmetterlinge, Bienen und andere Tiere mehr – der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt.

Bunte Steine finden sich seit Wochen überall, und sie werden in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram gepostet – dies gilt als Zeichen der Hoffnung sowie als Mutmacher in schwierigen Zeiten. Die Idee, Steine zu bemalen und in der Natur auszulegen, stammt aus den USA.