Neukirchen-Vluyn: Stadtbummler genießen den Vluyner Mai

Neukirchen-Vluyn: Stadtbummler genießen den Vluyner Mai

Das Stadtfest lockte am Wochenende zahlreiche Neukirchen-Vluyner und Gästen aus den Nachbarstädten an die frische Luft. Die Organisatoren machten den Besuchern der Veranstaltung verschiedene Unterhaltungsangebote.

Wie gut, dass der Wonnemonat Mai am Samstag beschlossen hatte, seinem Namen endlich mit viel Sonnenschein alle Ehre zu machen! So waren wettertechnisch beste Voraussetzungen für zwei fröhliche, kunterbunte, gesellige Tage unter freiem Himmel im Herzen von Vluyn gegeben. Bereits beim offiziellen Startschuss am Samstagmittag strömten viele Menschen ins Dorf, um an einem der zahlreichen Essensstände ihr Mittagessen einzunehmen. Traditionell gut besucht war der Bücherstand des ortsgeschichtlichen Museums, an dem gut erhaltene Bücher zum Kilopreis erworben werden konnten. Händler boten Schönes und Nützliches aus Papier oder Holz, Textiles oder Schmuck entlang der Niederrheinallee an. Erstmals beteiligten sich auch alle Geschäfte an dem Frühlingsfest und waren an beiden Tagen geöffnet. Ulrike Reichelt vom Kulturamt der Stadt hatte das Bühnenprogramm organisiert. Unter anderem präsentierten Gruppen von vier örtlichen Schulen einen Einblick in ihre Aktivitäten.

Foto: Christoph Reichwein

So zeigte die Masken-AG der Gesamtschule ihre Tiermasken in einem Theaterstück. Das JSG, die Hundertwasser- und die Gerhard-Tersteegen-Schule ließen Chorgesang erklingen und präsentierten Tänze. Mit dieser breiten Beteiligung entstand ein besonderes Gemeinschaftsgefühl. Durch die Platzierung der Hauptbühne am Vluyner Platz/Ecke Niederrheinallee, wo auch die meisten Getränkestände aufgebaut waren, konnte hervorragend Kulturgenuss mit dem Genuss eines kühlen Getränks verbunden werden. In den Abendstunden wurde das Bühnenprogramm dann von professionellen Musikern gestaltet, die einen Anziehungspunkt bis in die Nacht hinein bildeten.

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Frank Gehrke von der Veranstaltungsfirma Gaudium zeigte sich, genau wie Ulrike Reichelt, mit dem neuen Konzept mehr als zufrieden. Ebenfalls neu und überaus erfolgreich war die Idee, eine kleine Bühne in der Mitte des Platzes für junge musikalische Talente anzubieten. Eine Künstlerin, die sich die Gelegenheit für einen Auftritt nicht entgehen ließ, war die 22-jährige Moerserin Miriam Schlünkes, die mit teils selbst geschriebenen Songs, einer Gitarre und einer Loop-Station die Passanten zum Stehenbleiben und Zuhören brachte. Relativ spontan hatten sich zwei Jugendliche aus der polnischen Partnerstadt Ustron in das Bühnenprogramm eingeklinkt: Kamila Kiecon und Patryk Demkowski beeindruckten die Zuhörer mit ihren engagierten und gefühlvollen Darbietungen. Für beide war es der erste Auftritt im Ausland. "Es ist für sie ein glückliches Ereignis", sagte Gesangslehrerin Karolina Kidon über ihre Schützlinge. Den Mut, die freien Zeiten auf der "Open Stage" spontan für sich zu nutzen, hatte vorerst noch keiner. Jedoch war Reichelt guten Mutes, dass sich das im nächsten Jahr ändern wird, wenn sich diese Institution rumgesprochen hat. Eine glückliche Erweiterung des Angebots waren auch die Kinder-Spielstationen an beiden Enden des Marktes. Am Leineweberplatz, der als Open-Air-Weinlokal wieder hervorragend frequentiert wurde, gab es eine kleine Fußball-Arena des Stadtjugendrings. Am südlichen Ende des Vluyner Platzes hatten die Mitarbeiter des evangelischen Jugendheims "P23" in Zusammenarbeit mit dem Spielemobil des Kreisjugendamtes einen Slalom-Parcour aufgebaut.

(rauh)
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