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Stadt Neukirchen-Vluyn will Zustand der Straßen erfassen

Firma beauftragt : Stadt will Zustand der Straßen erfassen

Zweimal im Jahr will die Stadt alle Straßen befahren, um deren Zustand zu bewerten. So soll die Unterhaltsplanung verbessert werden.

Fast 230 Kilometer öffentliche Straßen laufen durch Neukirchen-Vluyn, für 180 Kilometer ist die Stadt zuständig. Zum Beispiel jeweils 80 Kilometer Wirtschaftswege, 80 Kilometer Stadt- und kommunale Hauptstraßen sowie 20 Kilometer sonstige Straßen und Flächen. Die anderen 50 Kilometer sind Kreis-, Landstraßen und ein Stück der Autobahn A 40. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit aber auch zum Erhalt des Infrastrukturvermögens müssen erforderliche Unterhaltungs-, Sanierungs- und Neubaumaßnahmen koordiniert, geplant und strukturiert durchgeführt werden. Von daher ist der Zustand der Straßen fortlaufend zu kontrollieren und zu bewerten. Deshalb will die Stadt Neukirchen-Vluyn den Zustand der Straßen zweimal jährlich aufnehmen. So kann sie Unterhalt und Schadensbeseitigung besser planen und Prioritäten setzen. Das entschied der Bau-, Grünflächen- und Umweltausschusses bei seiner jüngsten Sitzung – einstimmig.

Die Stadt will auf ein System der Vialytics GmbH in Stuttgart zurückgreifen. Mit einem Mobiltelefon, das in der Windschutzscheibe eines Fahrzeuges befestigt ist, hat die Stadt bereits vier Kilometer die Tersteegenstraße in der Nähe des Schulzentrums befahren und gefilmt. Den Film zeigte Stefan Kallen als Leiter des Baubetriebshofs, als der Ausschuss jüngst in der Kulturhalle tagte.

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Zweimal im Jahr wolle die Stadt alle Straßen befahren, einmal kurz vor dem Winter und einmal kurz danach. Die Stadt würde die Daten an die Vialytics senden, von der sie ausgewertet würden. Die halbjährige Befahrung liefere zeitnahe Erkenntnisse über Veränderungen im Straßennetz, wie zum Beispiel Verschleiß durch mangelhaften Unterbau oder Frostschäden, und könne mithin Aufschluss über die notwendige Priorität von Maßnahmen geben. „Das ist keine Ingenieursbefahrung, bei der auch Grünstreifen und Straßenbeleuchtung aufgenommen werden“, sagte Stefan Kallen. „Aber die Daten helfen bei der Zustandsbewertung.“ Die Mitglieder des Ausschusses regten an, auf den Straßen sollten keine Autos parken, wenn diese befahren und gefilmt würden, um den Zustand sehen zu können. In den Straßen könnten Halteverbote eingerichtet werden. Diese Anregung nahmen Beigeordneter Ulrich Geilmann und Stefan Kallen für ihr zukünftiges Vorgehen auf.