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Stadt Neukirchen-Vluyn erneuert den Schulhof der Gerhard-Tersteegen-Schule an der Jahnstraße.

Bauarbeiten am Standort Jahnstraße : Ein neuer Hof für die Tersteegen-Schule

Mehr als 600.000 Euro gibt die Stadt für die Erneuerung des Umfelds der Grundschule an der Jahnstraße aus. Dabei werden auch einige Wünsche von Schülerinnen und Schülern berücksichtigt. Der Bau einer Turnhalle soll bald folgen.

Als die Gerhard-Tersteegen-Schule 2017 ihr 50-jähriges Bestehen feierte, verwandelte starker Regen den Schulhof an der Jahnstraße in eine „Seenlandschaft“. Spätestens damals habe jeder sehen können: Da müssen Fachleute ran. Schulleiterin Angelika Hesse erzählte dies am Donnerstag, als die Bauarbeiten am Schulhof endlich offiziell begannen. Freilich haben Mitarbeiter der Rheurdter Firma Thomas Greis Garten- und Landschaftsbau den maroden Schulhof in den vergangenen Tagen schon aufgerissen, so dass der „Erste Spatenstich“ vor einer Trümmerkulisse stattfand. In ein paar Wochen soll sie beseitigt und der Schulhof ein Schmuckstück sein.

Die Bauarbeiter müssen in die „Tiefe“ gehen, weil die Kanalisation unterm Hof einer Erneuerung bedarf. Darüber kommen Pflastersteine statt der bisherigen Asphaltdecke. Und auf das Pflaster unter anderem neue Sitz- und Spielgelegenheiten und ein neu gestaltetes „Grünes Klassenzimmer“. Die mächtige alte Zeder in der Hofmitte erhält eine neue Einfassung. Auch die neben dem Schulhof liegende Fahrradhalle wird größer und schöner. Und weil Barrierefreiheit heutzutage Standard ist, wird über den Schulhof ein Leitstreifen für Sehbehinderte zum Schuleingang angelegt sowie eine Stufe an der Pausenhalle eingeebnet. Das Landschaftsarchitekturbüro Green aus Duisburg hat das Konzept erstellt. Es musste sich eine Lösung für die Feuerwehrzufahrt überlegen, berichtete dessen Chef Ingo Clever. Sie wird künftig am Schulhof-Eingang liegen, so dass keine von den schönen Bäumen, die den Hof säumen, gefällt werden müssen.

Vertreter von Politik und Verwaltung sowie der beteiligten Firmen beim „Ersten Spatenstich“. Im Bagger: Bürgermeister Harald Lenßen, rechts daneben: Schulleiterin Angelika Hesse. Foto: Josef Pogorzalek

Die Schüler durften Wünsche zur Ausstattung „ihres“ Schulhofs äußern. Nicht alle können erfüllt werden. Eine Bolzecke kommt zum Beispiel wegen der nahen Straße nicht infrage. Aber die Kinder erhalten wie gewünscht eine „Spielgarage“ und andere Spielmöglichkeiten. An einer Giebelwand des Schulgebäudes werden außerdem Kletterelemente angebracht – allerdings nur bis zu einer Höhe von 90 Zentimetern, so dass eher quer als hoch geklettert wird.

Ist der eigentliche Schulhof fertig, werden in zwei weiteren Bauabschnitten später die Kanalisation nördlich des Schulgebäudes sowie der Weg Richtung Hausmeisterhaus erneuert. Insgesamt 610.000 Euro gibt die Stadt alles in allem für das Projekt aus.

Und das ist nicht alles: Demnächst beginnt in der Nachbarschaft der Grundschule der Bau einer drei Millionen Euro teuren Turnhalle. Auch sie werde seit langer Zeit „sehnlichst erwartet“, sagte Angelika Hesse. „Es gibt kaum eine Schule ohne eigene Turnhalle“, sagte Bürgermeister Harald Lenßen. Nicht nur die Schule, auch der Stadtsportbund und die Vereine freuten sich.