St. Martin reitet durchs Golddorf Schaephuysen

Rheurdt : St. Martin reitet durchs Golddorf

Rund 400 Kinder und Eltern nahmen mit ihren Laternen am Martinszug in Schaephuysen teil. Start war erstmals am Feuerwehrgerätehaus.

Wieder einmal brachte St. Martin Schaephuysen auf die Beine. Traditionell trafen sich die Kinder mit ihren Laternen am Schulhof des Schaephuysener Schulgebäudes, um mit dem Martinszug durch das Golddorf zu ziehen. Weil das Schulgebäude gerade umgebaut wird, starteten die Kinder und ihre Begleiter am Dienstagabend allerdings zum ersten Mal am Feuerwehrgerätehaus an der Hauptstraße. Wie in den letzten Jahren waren wieder fast alle Mädchen und Jungen im Kindergarten- und Grundschulalter dabei, viele zusammen mit ihren Geschwisterkindern und natürlich Mütter, Vätern, Großeltern – insgesamt an die 400 Menschen.

„Laterne, Laterne, Sonne Mond und Sterne . . .“: Begleitet vom Marine-Spielmannszug Schaephuysen zogen die Kinder über die Hauptstraße, die Hubertusstraße, den Paschweg und die Steinstraße zum Marktplatz an der Tönisberger Straße. Die Anwohner hatten für eine schöne Kulisse gesorgt. So blickten die Zugteilnehmer bei kaltem, aber trockenem Wetter in viele Fenster, die mit weißen Sternen und Kerzen festlich geschmückt waren.

Auf dem Marktplatz teilte der heilige Martin, hoch zu Ross, seinen Mantel mit dem Bettler. Bei der Darstellung der Legende von der Mantelteilung wirkten die Vorsitzenden des Martinskomitees mit: Peter Benger als Herold und Peter Mangen als Sankt Martin. In die Rolle der Bettlerin schlüpfte Alexandra Mangen, Tochter von Peter Mangen. Einen Höhepunkt bildete nach dem Spiel ein Feuerwerk.

Über die Tönisberger Straße zogen die Kinder weiter zur Hubertuskirche, wo sie ihre Martinstüten erhielten. Diese Tüten bekamen sie kostenlos, weil die Aktiven des Martinskomitees bei den Schaephuysenern viele Spenden für die Martinsumzug einsammeln konnten.

Den Umzug begleiteten 20 Mitgliedern der gemeinsamen Jugendfeuerwehr Rheurdt und Schaephuysen begleitet, die den Zugteilnehmern mit Fackeln den Weg leuchteten. Mit dabei waren auch 20 aktive Feuerwehrleuten. „Der Martinszug in Schaephuysen hat viel Atmosphäre“, freute sich Simon Galka, stellvertretender Leiter der Jugendfeuerwehr. Recht hat er!