SPD und Gemeindesportbund streiten um Sportstädten-Konzept.

Rheurdt : Streit um die Sanierung der Sportstätten

Gemeindesportbund fordert Korrektur eines SPD-Textes. Deren Fraktionschef sieht dazu keinen Anlass.

(dne) Heftiger Streit um die Sportstätten der Gemeinde. Auf der einen Seite steht die SPD; auf der anderen Seite der Gemeindesportverband und die Spielvereinigung Rheurdt Schaephuysen 2014. Es geht um die Frage, wie und in welcher Reihenfolge die laut Gutachter äußerst maroden Sportplätze und Hallen modernisiert werden sollen.

Offen ausgebrochen ist der Streit nach einem Artikel in der SPD-Zeitung „Lokalgespräch“. Dort hieß in der jüngsten Ausgabe auf Seite eins: „Die Sanierung der Sportanlagen wird länger dauern“. Berichtet wurde darin über ein internes Gespräch bei Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen, der die im Rat vertretenen Fraktionen, aber auch den Gemeindesportverband zu Gast hatte. Dabei kamen nach Angaben von SPD-Teilnehmern plötzlich ganz neue Ideen für die Rheurster Sportanlagen zur Sprache. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Werner Fronhoffs sagte auf Anfrage: „Wenn man diese Vorschläge prüft, wirft das den Prozess zurück auf den Anfangspunkt.“

Fronhoffs verweist darauf, dass sich SPD, Grüne und FDP im Rahmen der Haushaltsberatungen Ende 2017 mit einem genauen Fahrplan gegen die Mehrheitsfraktion der CDU hätten durchsetzen können. Dieser Plan sei mit dem Gemeindesportverband abgestimmt gewesen. Demnach sollten 2018 die Umkleiden und Sanitäreinrichtungen der Rheurdter Turnhalle renoviert werden. In einem zweiten Schritt sollten 2019 die Sportplätze modernisiert werden. Für die Jahre 2020/21 stand Schaephuysen mit einer neuen Zweifachturnhalle und ebenfalls der Überarbeitung der Sportplätze auf dem Plan. Die Mittel für die Rheurdter Halle stehen laut Fronhoffs fix im Haushalt der Gemeinde für 2018.

Dieser Plan bekommt nun Gegenwind aus Schaephuysen. Die Spielvereinigung Rheurdt Schaephuysen regt nach einer Mitgliederversammlung eine größere Dreifach-Halle in Rheurdt an. Diese soll auf dem Rasenplatz entstehen. Die Faustballer reklamieren für sich neue Trainingsfelder. Pikant: Der Vorsitzende des Gemeindesportbundes, Jürgen Wienes, ist zugleich Vereinsvorsitzender der Spielvereinigung Rheurdt Schaephuysen, aus der die neuen Vorschläge kommen. Er ist empört über den Text der SPD und will ihr bis Mitte der kommenden Woche Zeit geben, den Artikel zu korrigieren. „Sonst stellt der Gemeindesportbund den richtig“, sagte er gestern am Telefon. SPD-Fraktionsvorsitzender Fronhoffs sagte: „Ich habe gar nichts zu korrigieren.“ Offenbar habe Wienes nicht vorab mit den Vereinen gesprochen.