Solarpark in Neuklirchen-Vluyn: Hier strahlt die Energie-Wende bereits.

Solarpark in Neuklirchen-Vluyn : Hier strahlt die Energie-Wende bereits

Aus der Kraft der Sonne gewinnt die Enni im Solarpark Mühlenfeld Strom für rund 1000 Haushalte. Ein Termin in Zeiten des Klimawandels.

Der Jahresverbrauch an Strom eines Ein-Personen-Haushalts liegt im Schnitt bei 1400 Kilowattstunden; ohne Warmwasser. Woher kommt die Energie? Und wie sieht es mit Ökostrom aus? Diese Fragen beantwortete Giovanni Rumolo, Klimaschutzmanager der Stadt Moers, bei einer Führung durch den Solarpark Mühlenfeld.

„Die Planung des Solarparks nahm fast fünf Jahre in Anspruch, der Bau nur ungefähr vier Wochen“, sagte Rumolo. Auf einem kleinen Hügel vor dem Solarpark wurde der Energiepfad errichtet. Durch beschilderte Stationen können sich die Besucher über Energiearten informieren. „Es gibt fossile und erneuerbare Energien. Fossile Energien sind Öle, Gase und Kohle. Diese sind nicht unendlich vorhanden. „Zu den erneuerbaren Energien zählen Wind, Wasser, Sonne und Biomasse“, sagte Rumolo. Windmühlen fangen die Windenergie ein. Nach einem kleinen elektrischen Stoß dreht der Wind die Flügel der Windmühle und liefert dadurch Energie, ergänzte Rumolo. Biomasse liefert Energie beim Verbrennen von Holz.

Der Solarpark besteht aus Freiflächen-Fotovoltaikanlagen, die Elektrizität aus Sonnenenergie gewinnen, so Rumolo. Rund 15.000 Solarmodule sind auf Ständern installiert. Diese nehmen gut ein Drittel der gesamten 24 Hektar großen Fläche ein und liefern pro Jahr ungefähr 3,5 Millionen Kilowattstunden Ökostrom. Damit lassen sich jährlich 1000 Einfamilienhäuser versorgen. Auch die Kohlenstoffdioxid-Reduktion wird dabei um 2550 Tonnen pro Jahr gefördert.

„Die Solarmodule bestehen aus dunklen Zellen, damit das Licht stärker angezogen wird. Das Silicium da drin ist ein Halbleiter und ihm fehlt ein Elektron. Durch die Einwirkung der Sonnenstrahlen auf dem Silicium, springt ein Elektron zum nächsten Molekül. Dadurch wird Energie frei und diese wird dann eingefangen“, erklärte Rumolo.

Die Enni kooperiert für den Naturschutz eng mit den Naturschutzbund (Nabu) sowie mit der Jägerschaft des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Dong. „Die Tiere können sich durch Löcher im Zaun frei bewegen. Für die Insekten wird die Fläche nur einmal im Jahr gemäht und auch die unter Naturschutz stehende Kreuzkröte hat hier ihr Zuhause“, sagt Rumolo.

Wer Energie sparen möchte, kann dies durch eine verbesserte Technik oder ein verändertes Verhalten erreichen. „Der Kühlschrank ist der Hauptenergieverbraucher im Haushalt. Da lohnt es sich, auch mal ein energieeffizienteres Gerät zu kaufen“, erklärt Rumolo

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