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So sangen und schunkelten sich die Narren In Neukirchen-Vluyn in Stimmung.

In Neukirchen-Vluyn schunkelten und sangen sich die Narren in Stimmung : Neuer Hoppeditz trommelt für den Karneval

Dank des Heiligen Sankt Martin konnte der Schelm von Neukirchen-Vluyn länger schlafen.

Hoppeditz ist aufgewacht und läutete am Samstag die Session für das närrische Volk ein. Rot-Weiße und Blau-Weiße Jecken sowie ihre befreundeten Vereine sorgten für ein buntes Bild auf dem Vluyner Platz. Bereits zum zweiten Mal in Folge, in Höhe der Sparkasse, versammelten sich die Jecken zum karnevalistischen Startschuss. Vom hinteren Teil des Vluyner Platzes marschierten die Aktiven gemeinsam mit dem Nachwuchs, musikalisch begleitet vom Trommlercorps, auf. Das Motto „Miteinander gehen, zueinander stehen“ wurde eindrucksvoll demonstriert.

Vor allem das trockene, sonnige Wetter sorgte nicht nur bei Jörg Thiem, Präsident der ausrichtenden Vlü-Ka-Ge für gute Laune. Bürgermeister Harald Lenßen wie auch Kerstin Radomski (MdB) wünschten einen guten Start in die Session. Mit Spannung wurde der Hoppeditz vom Präsident Thiem und seinem Stellvertreter Jens Baltes erwartet. Während Hoppeditz auf sich warten ließ, übte sich das jecke Volk im Schunkeln und stimmte sich auf die fünfte Jahreszeit ein. Doch was mussten die Karnevalisten erleben, als auf der schlafende Hoppeditz auf die Bühne getragen wurde? Tief schlummerte er, zu gut war die Verabschiedung in der letzten Session verlaufen. Auch das gemeinsame Rufen „Hoppeditz erwache“, machte den müden Narren nicht munter.

Eine Frage der Zeit, ohne Zweifel, denn allmählich räkelte und streckte sich Hoppeditz. Er merkte, dass seine Zeit endlich gekommen war. Ganz zur Freude des Publikums. Zum elften im Elften hatte er sich nochmals umgedreht, denn der rührselige Martinsmarkt rund um die Vluyner Dorfkirche war nicht sein Ding. Mit dem Heilgen Martin wollte er in Vluyn nicht konkurrieren. Ausgeschlafen und frisch ließ Hoppeditz das Jahr Revue verpassen. Wichte Ereignisse hatte er einfach verschlafen. Der Albtraum vom „Trumpeltier“ habe die Welt entzweit. Anders die Lage vor Ort, wo „eine geordnete Arche im aufgewühlten Ozean der Welt“ auf eher sicheren Kurs sich befinde. Die Fusion beider Fußballvereine zum FC Neukirchen-Vluyn, nach zwanzigjährigen Wehen, hat Hoppeditz verpasst, wie auch die Baumaßnahmen am Julius-Stursberg-Gymnasium und andere Neubauten.

Jörg Viswat (53), Mitglied im Trommlercorps, war in die Rolle des Hoppeditz geschlüpft. Drei Jahre lang sorgte Anke Penzenstadler als Hoppedine für den Auftakt. „Ich habe früher schon in der Bütt gestanden“, erzählte Jörg Viswat. Jetzt, als Hoppeditz, seine karnevalistische Karriere fortzuführen, mache ihm Spaß.