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Schwing ist „Made in Neukirchen-Vluyn“

Wirtschaft am Niederrhein : Schwing ist „Made in Neukirchen-Vluyn“

Die Schwing-Gruppe feierte mit 250 Gästen das 50-jährige Firmenbestehen am Standort Neukirchen-Vluyn.

Auf 50 Firmenjahre blickte mit Gästen und der Mitarbeitermannschaft samt Familien die Schwing-Gruppe in Neukirchen-Vluyn zurück. Gemeinsam mit 250 Gästen nutzte auch Ex-Europa-Parlamentarier Karl-Heinz Florenz die Gelegenheit, um den vier Geschäftsführern, Ewald Schwing, Thomas Schwing, Alfred Schillert und Ralf Diederichs sowie den rund 100 Mitarbeitern vor Ort zu gratulieren.

Als Hauptredner der Jubiläumsfeierlichkeiten sprach Florenz von einer Erfolgsgeschichte „Made in Neukirchen-Vluyn“. In den 1960er Jahren lag das niederrheinische Örtchen noch am Rande Deutschlands, heute befände sich der Niederrhein mitten in Europa. In seiner Rede unterstrich Florenz die außerordentlichen unternehmerischen Erfolge und die Risikobereitschaft des Gründers Ewald Schwing. Dieser habe stets ausgesprochen nachhaltig gehandelt und zugleich wichtige Impulse und Signale gesetzt. Das sei der Schlüssel zum Erfolg.

Im Vorfeld hatte Firmengründer Ewald Schwing an die bescheidenen Anfänge erinnert. Die Keimzelle lag im Dachgeschoss einer Duisburger Wohnung, bevor „Made in Neukirchen-Vluyn“ den Globus eroberte. Heute kennen und schätzen rund um den Erdball Kunden die Anlagen und Produkte des niederrheinischen Mittelständlers. So stehen Pyrolyse-Reinigungssysteme etwa im indischen Gujarat, im mexikanischen Monterrey oder im japanischen Osaka, um nur einige Beispiele zu nennen. China, Indien, die USA sind heute die boomenden Märkte für thermische Reinigungssysteme von Schwing.

In Deutschland und dem benachbarten Ausland agiert das Unternehmen als Reinigungsdienstleister und sorgt mit dem Service für Begeisterung im Mittelstand.

„Wir arbeiten seit 19 Jahren mit Schwing zusammen. Uns überzeugen die Topqualität, die Preisfairness, die exakten Terminabsprachen, die kurzen Wege und die Freundlichkeit, die wir als Kunde erleben“, sagte Thomas Holtz, Kunde aus dem Bereich Maschinenbau für die chemische Industrie im Köln-Bonner Raum. Bekanntlich steht hinter einem erfolgreichen Unternehmen eine kompetente wie verlässliche Mannschaft, auf die Thomas Schwing hinwies, als er die Lebensleistung und die Meilensteine in der Unternehmensgeschichte seines Vater würdigte, der heute immer noch zur Arbeit in den Betrieb komme. Er sei Vorbild für die Betriebsangehörigen.

Christliche Grundwerte sind Markenzeichen der Belegschaft, wie auch der langjährige Mitarbeiter Udo Heffungs (66) bestätigte. Er gehört heute zu den „Rentnercops“, die sich wöchentlich an zwei Tagen mit ihren Erfahrungen im Vertrieb einbringen. Seit 1971 ist er dabei, hat Höhe, Tiefen und den kontinuierlichen Weg zum Marktführer erlebt. „Das alles verbindet sehr“, so Heffungs.

Industriekauffrau Annika Buchta (26) steht noch am Anfang der Karriere. Sie hat im Betrieb die Ausbildung gemacht. „Mir gefällt die gute Zusammenarbeit, die riesige Wertschätzung und die hohe qualitative Arbeit verbunden mit starker Kundenorientierung“, so Buchta. Für Ingenieurin Natalya Prodan (36) zählt die betriebliche Vielseitigkeit wie auch die verschiedenen Kundenkontakte. „Wir arbeiten gemeinsam an der Machbarkeit von Lösungen für den Kunden“, so Prodan.

Ende der 1970er Jahre hatte Ewald Schwing die bis dahin unbekannten Coriolis-Massedurchflussmessgeräte in Europa eingeführt und damit die Mess- und Regeltechnik einen entscheidenden Schritt nach vorn gebracht. Mittlerweile gilt die Schwing Verfahrenstechnik als Experte für den Einsatz von Geräten und Systemen zur Messung von Dichte, Durchfluss, Konzentration und Viskosität in der Prozessmesstechnik.