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Schulen & Kitas im Kreis Wesel: An welchen gibt es Corona-Fälle?

Schulen und Kitas im Kreis Wesel : Corona-Fälle an zwei Kitas in Dinslaken und Schule in Hünxe

+++Update+++ Nach einer Hochzeitsfeier mit über 100 Gästen aus Dinslaken und Duisburg wurden 17 Personen positiv getestet. Darunter sind auch drei Kinder. Zwei Kitas in Dinslaken müssen deshalb vorübergehend geschlossen werden. Außerdem gibt es weitere Corona-Fälle an der Otto-Pankok-Schule in Hünxe.

Ein Kind besucht die Awo-Kita in der Teerstraße, zwei weitere die Evangelische Kita Lohberg (Martin-Luther-Straße) in Dinslaken. Das Gesundheitsamt des Kreises Wesel hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Fälle die Kontaktnachverfolgung aufgenommen. Beide Einrichtungen arbeiten mit einem offenen Konzept, so dass sich alle Kinder und Erzieher/innen mischen. Daher bleiben beide Einrichtungen bis zum Ende der Quarantäne geschlossen. Das Gesundheitsamt hat eine zeitnahe Testung der Kinder organisiert.

Nach der Hochzeitsfeier liegen bislang von 17 Gästen mit Wohnsitz im Kreis Wesel positive Testergebnisse vor (13 wohnhaft in Dinslaken, vier wohnhaft in Moers).

Da die Hochzeit bereits am Sonntag, 6. September, stattfand und die ersten Infektionen dem Gesundheitsamt erst Ende der letzten Woche bekannt wurden, ist davon auszugehen, dass es bereits zu Infektionsketten gekommen ist. Daher hat die Stadt Dinslaken am Montag, 21. September, den Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) aktiviert, der am Dienstagnachmittag unter Leitung von Bürgermeister Michael Heidinger im Rathaus die aktuelle Lage erörtert.

Hünxe (Montag, 21. September)

An der Otto-Pankok-Schule in Hünxe-Drevenack wurden vier weitere Lehrkräfte positiv auf das Coronavirus getestet. Diese befanden sich bereits seit letzter Woche in Quarantäne, nachdem sie als enge Kontaktpersonen einer zuvor positiv getesteten Lehrkraft ermittelt wurden. Darüber hinaus wurde auch eine Person aus der Schülerschaft positiv auf das Virus getestet. Gesundheitsamt und Schulleitung haben unmittelbar weitere Maßnahmen eingeleitet.

Für die betroffene Klasse wurde Quarantäne angeordnet, die Klasse wird im Distanzunterricht beschult. Aus organisatorischen Gründen werden zwei weitere Klassen ebenfalls im Distanzunterricht beschult. Da auch die Mitarbeitenden der OGS unter Quarantäne stehen, bleibt die OGS an der Otto-Pankok-Schule bis zum Ende der Quarantäne (29.09.2020) geschlossen. Das Gesundheitsamt hat eine zeitnahe Testung der betroffenen Kinder organisiert.

Dinslaken (Mittwoch, 16. September) An der Realschule im Gustav-Heinemann-Zentrum in Dinslaken wurde ein Schüler und an der Gesamtschule Hünxe eine Schülerin positiv auf das Coronavirus getestet. Das hat der Kreis Wesel am Mittwoch, 16. September, mitgeteilt.

Gesundheitsamt und beide Schulleitungen hätten unmittelbar weitere Maßnahmen eingeleitet. Neben den positiv getesteten Personen befinden sich in beiden Fällen jeweils zehn weitere Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen der Nachverfolgung als enge Kontakte ermittelt wurden, in Quarantäne. Aus organisatorischen Gründen wird die Klasse der Realschule Hiesfeld vorerst im Fernunterricht beschult. An der Gesamtschule Hünxe sind nach Mitteilung des Kreises weitere Maßnahmen nicht erforderlich. Für für die übrigen Schülerinnen und Schüler sowohl der Gesamtschule Hünxe als auch der Realschule Hiesfeld läuft der Schulbetrieb unter den aktuellen Hygienevorgaben weiter.

HÜNXE (Montag, 14. September)

An der Otto-Pankok-Schule in Hünxe-Drevenack wurden zwei Lehrkräfte positiv auf das Corona-Virus getestet. Gesundheitsamt und Schulleitung haben unmittelbar weitere Maßnahmen eingeleitet. Neben den positiv getesteten Personen sind vier weitere Lehrkräfte, die im Rahmen der Nachverfolgung als enge Kontakte ermittelt wurden, in Quarantäne. Aus organisatorischen Gründen werden eine zweite und eine vierte Klasse bis zum Ende der Quarantäne im Fernunterricht beschult. Für die weiteren Schülerinnen und Schüler läuft der Schulbetrieb unter den aktuellen Hygienevorgaben weiter.

SCHERMBECK (Montag, 7. September)

An der Gesamtschule Schermbeck sind Ende der vergangenen Woche drei Schülerinnen und Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Das Gesundheitsamt und die Schulleitung haben unmittelbar die Kontaktnachverfolgung eingeleitet. Zwei der Schüler haben ihren Wohnort außerhalb des Kreises Wesel. An der Gesamtschule Schermbeck wurden und werden die Vorgaben des Hygienekonzepts streng befolgt, heißt es.

Und weiter hieß es in der Pressemitteilung von Montag, 7. September: Aus diesem Grund laufe in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Wesel der reguläre Schulbetrieb weiter. Die betroffenen Schüler befinden sich in Quarantäne. Weitere Maßnahmen seien nicht erforderlich. Ende August wurde bereits eine Lehrkraft positiv getestet.

DINSLAKEN (Freitag, 4. September)

In der Kita St. Vincentius Familienzentrum in Dinslaken wurde eine Erzieherin positiv auf das Coronavirus getestet. Die betroffene Erzieherin hat sich aufgrund leichter Symptome testen lassen, wie es am Freitag hieß.

Das Gesundheitsamt des Kreises Wesel hat nach Bekanntwerden unmittelbar die Kontaktnachverfolgung aufgenommen, wie es am Freitag, 4. September, mitteilte. Die Kinder der betroffenen Gruppe (18 Kinder) wurden vorsichtshalber unter Quarantäne gestellt. Alle Erzieherinnen wurden bereits im Rahmen der freiwilligen MAGS-Testung abgestrichen, die Ergebnisse stehen noch aus. Das Gesundheitsamt informiert die Eltern über die bestehenden Testmöglichkeiten für ihre Kinder.

DINSLAKEN (Mittwoch, 2. September)

An der Freien Waldorfschule Dinslaken gibt es einen Corona-Fall im Kollegium. Eine Lehrkraft sei positiv auf das Corona-Virus getestet worden, meldet der Kreis Wesel. Der Befund sei am Mittwoch, 2. September, übermittelt worden.

„Die Lehrkraft wies keine Symptome auf, sondern machte vom Angebot des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales einer freiwilligen Testung für Lehrkräfte und Erzieher Gebrauch“, erklärt der Kreis Wesel.

„An der Freien Waldorfschule in Dinslaken wurden und werden die Vorgaben des Hygienekonzepts streng befolgt. Aus diesem Grund läuft in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Wesel der reguläre Schulbetrieb weiter.“ Lediglich die Lehrkraft befinde sich nun in Quarantäne. „Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich.“

NEUKIRCHEN-VLUYN (Dienstag, 1. September)

In Neukirchen-Vluyn wurden drei pädagogische Mitarbeiter positiv getestet. Der Standort an der Ludwig-Doll-Straße bleibt bis zum 11. September geschlossen, 42 Personen müssen in Quarantäne. Im Rahmen einer freiwilligen Testreihe des Lehrerkollegiums in der Sonneck-Schule in Neukirchen-Vluyn, einer privaten Förderschule des Neukirchener Erziehungsvereins, wurden am Standort Ludwig-Doll-Straße 6, drei pädagogische Mitarbeitende positiv auf das Coronavirus getestet. „Das war bereits die zweite Testreihe, die wir freiwillig durchgeführt haben“, erläutert Andrea Leuker, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit des Neukirchener Erziehungsvereins. „Zwei der drei Personen wiesen Symptome auf.“

Das Gesundheitsamt des Kreises Wesels hat nach Bekanntwerden der Fälle umgehend die Kontaktnachverfolgung aufgenommen. Aufgrund der Ergebnisse wurde darauf hin für 18 von insgesamt 28 Mitarbeitenden und in drei Lerngruppen für 24 von insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler Quarantänen angeordnet.

Aus organisatorischen Gründen wurde der Standort an der Ludwig-Doll-Straße nun bis einschließlich zum 11. September geschlossen. Die Eltern und Erziehungsberechtigten wurden umgehend informiert.

„Betroffen sind ausschließlich die Projektklassen an der Ludwig-Doll-Straße“, so Andrea Leuker. Alle anderen Bereiche, wie zum Beispiel der Grundschulbereich, blieben von Schließung und Quarantänemaßnahmen unberührt, hier könne der Unterricht wie gehabt weiterlaufen. „Für die betroffenen Lerngruppen haben wir sofort Homeschooling und Distanzunterricht organisiert. Bereits im Lockdown haben wir in dieser Hinsicht die digitalen Strukturen an unserer Schule aufgebaut, der Unterricht von Zuhause hat funktioniert, die Schüler konnten sich bereits daran gewöhnen. So trifft uns die Situation jetzt nicht unvorbereitet.“

In  den heilpädagogisch-orientierten Projektklassen der Sonneck-Schule werden Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren aus dem kompletten Kreisgebiet unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler sind in ihrem Sozial- und Lernverhalten so hochgradig beeinträchtigt, dass sie eine sehr kleine überschaubare Bezugsgruppe benötigen.

„Daher sind die Lerngruppen sehr klein. Die Förderschwerpunkten liegen auf der emotionalen und sozialen Entwicklung und Lernen im Bildungsbereich der Grund- und Hauptschule“, erläutert Leuker. Die Schülerinnen und Schüler könnten weder eine Regelschule noch eine Sonderschule besuchen. Zum Teil lägen Autismus-Spektrum-Störungen vor, die dann sogar einen 1:1-Unterricht nötig machen.

In der kommenden Wochen soll das komplette Lehrerkollegium an der Sonneck-Schule erneut getestet werden. „Ich halte diese regelmäßigen Testungen für außerordentlich wichtig“, so Andrea Leuker. „Nur so kann man umgehend und entsprechend reagieren und eine weitere Ausbreitung eindämmen.“

(RP)