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Schopeser Jecken: Dreimal Sport für die Lachmuskulatur

Karnevalssitzungen : Schopser Jecken: Dreimal Sport für die Lachmuskulatur

Gleich an drei Tagen ertönt „Schopes Helau“ in der Turnhalle am Kornweg. Die Schopser Jecken haben sie zum Sitzungssaal umfunktioniert. Die Bühne bietet genügend Platz für die individuellen Bühnenbilder, die zu jedem Sketch auf- und abgebaut werden.

„Sport für die Lachmuskulatur“ lautet das Motto. Fast 20 Punkte umfasst das handgemachte Programm, das einen gelungenen Mix von Sketchen, Büttenreden, Liedern und Tänzen zu bieten hat. Die Turnhalle stellt die Gemeinde Rheurdt den örtlichen Vereinen für Proben und Veranstaltungen zur Verfügung. „Wir hatten mit den Vorbereitungen gut zu tun. Jeder hat mit angepackt. Aber aller Arbeitsaufwand hat sich gelohnt“, freut sich Sabine Gallach vom Team der Jecken.

Schon am Donnerstag luden die Schopser Jecken zum Seniorennachmittag ein und bunkerten dicken Applaus. Am Freitag ging es mit viel Rückenwind in die erste Abendveranstaltung. Seit Herbst hatte die gemischte Truppe an ihrem Programm mit Herzblut gebastelt. Die Mitwirkenden schlüpfen in die verschiedensten Rollen, plaudern als gestresste Mütter über ihre pubertierenden Kindern, die schon unter Burnout oder Mathe-Allergie leiden. Oder eroberten in Highheels die Bühnenbretter.

Auch hat Dieter Bohlen seine Suche nach Musiktalenten bis ins Öko-Dorf ausgeweitet. Showgrößen wie Andrea Berg, Yvonne Catterfeld wie auch Pietro Lombardi wissen ihr Publikum in der Turnhalle zu schätzen. Hingucker sind die Akteure in den jeweiligen Kostümen in jedem Fall und zugleich Stimmungsmacher, die das Publikum zum Mitsingen und Schunkeln einladen.

Aufs karnevalistische Korn werden auch die Leiden der Männer genommen. Speziell, wenn sie an „Männerschnupfen“ erkranken. „Schatzi, ich glaub’, ich hab’ Fieber. Ich kann nicht mehr atmen. Ich glaube, ich will das nicht“, klagte hüstelnd und dick verpackt mit Schal und Mütze in männlicher Rolle Gaby Tebarth-Lehmann vom Krankenlager aus. Trost spendete in der Rolle der Ehefrau Barbara Mölders. Dafür gibt es dicken Applaus, wie auch zu den anderen Beiträgen, angefangen mit den Herausforderungen, die Telekom-Nutzer mit dem sächselnden Hotline-Berater zu stemmen haben oder aber bei den Lokalnachrichten im 3D-Format. Ein Beispiel für ihre schauspielerischen Talente inklusive origineller bühnentechnischer Umsetzung im Karneval liefern unter anderem sieben Aktive mit dem Froschkönig-Sketch.

„Wir sind mit unserem Publikum super zufrieden“, sagt Sabine Gallach zum Schluss. Sie teilt sich mit Martina Thiel die Moderation. Mit von der Partie ist aus dem Musik- und Technikteam mit Jürgen Schuhen und Martin Grögor der singende Roland Prange, der in Sachen Stimmung immer wieder nachlegte. Manche „Rakete“ wird gezündet, die Stimmung kocht über Stunden hoch.

Auch heute, 15. Februar, trainieren die Schopser Jecken wieder die Lachmuskulatur ihres Publikums. Karten (14 Euro) gibt es noch an der Abendkasse. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr.