Neukirchen-Vluyn: Schnuppereinheiten mit Pauken und Trompeten

Neukirchen-Vluyn: Schnuppereinheiten mit Pauken und Trompeten

Die Musikschule Neukirchen-Vluyn lud zum Tag der offenen Tür ein. Besucher konnten dort die unterschiedlichen Musikinstrumente testen.

In der Musikschule ging es am Samstag zu wie in einem Taubenschlag. Ein Kommen und Gehen bestimmte den Tag der offenen Tür. Er stand ganz im Zeichen des Entdeckens und Ausprobierens der Instrumente. Luna Zehl (7) probiert eine Geige aus, doch so ganz scheint es nicht ihr Instrument zu sein. "Sie interessiert sich für eine Blockflöte. Deshalb sind wir hier, damit sie ein Gefühl dafür bekommt", sagt ihre Mutter Andrea. Für Luna steht eher die Handlichkeit im Vordergrund. "Eine Flöte ist kleiner und die kann ich besser in den Händen halten", erklärt die Schülerin der Antoniusschule.

In den verschiedenen Klassenzimmern informieren die Dozenten der Musikschule an diesem Tag persönlich. Sie beantworten die Fragen der Besucher, zeigen, welche Töne manchem Instrument beim Spiel zu entlocken sind. "Du musst mehr Luft geben. Drück mal Ventil eins und dann drei", erklärt Dozent Winfried de Klein den Umgang mit der Trompete. Für Marie Seliger (7) ist das Blechblasinstrument Neuland, dennoch sind die Töne klar. "Eigentlich spielt sie zu Hause Gitarre", erklärt ihr Vater Christian. Gerade ein Tag der offenen Tür sei die ideale Gelegenheit, unbefangen andere Musikinstrumente kennenzulernen.

Nach dem ersten Ausprobieren erscheint Marie das Spiel mit der Trompete recht schwer, "weil ich die Lippen so anspannen muss", so ihr Fazit. Die Gitarre bleibt ihr Favorit. Schließlich ist sie robust, lässt sich überall mit hinnehmen und vor allem, Marie kann zusätzlich noch singen. "Die perfekte Kombination", meint ihr Vater.

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Zur Sprache kommt auch, wie oft geübt werden muss. "Täglich zehn Minuten reichen schon aus und sind besser als eine Stunde am Stück", sagt der Xantener Winfried de Klein. Er weiß als Trompeter zu genau, dass später beim Musizieren Zeit keine Rolle mehr spielt.

Besondere Voraussetzung muss ein Kind für das Blechblasinstrument nicht mitbringen, wohl aber Interesse und Begeisterung. Das Spiel mit der Trompete hat ein Schüler schnell raus. Wenn die Lippen im Mundstück bei gleichmäßigem Luftdruck vibrieren können, dann klappt es auch mit dem Ton. Galt früher das Einstiegsalter um zehn Jahre als ideal, "sind wir heute davon weit weg", sagt de Klein. Der Trompeten-Unterricht zu Anfang findet mit maximal zwei Kindern oder Jugendlichen statt. Ein Erlebnis sei es dann, wenn sich die jungen Musizierenden erstmals mit anderen im Ensemble erleben, so der Dozent. Am Sonntag, 18. März, 16 Uhr, stellen sich die Musikklassen in der Kapelle des Matthias-Jorissen-Hauses mit dem Schulleiter Steffen Molderings nochmals dem Publikum vor. Weitere Informationen unter www.msnv.de

(sabi)