Schaephuysener Trafoturm ist jetzt bunt bemalt

Rheurdt : Schaephuysener Trafoturm ist jetzt bunt bemalt

Die Arbeiten an dem Artenschutzturm sollen Ende November beendet sein.

Schon jetzt ist das Projekt „Leuchtturmpfad der Artenvielfalt“ am Ortseingang von Schaep­huysen ein Hingucker. Nicht nur, weil der Trafoturm eingerüstet ist und Graffiti-Künstler Mac Roberz auf verschiedenen Ebenen seine Arbeiten begonnen hat. „Am Sonntag waren schon Gäste aus dem RWE-Bereich vor Ort, um sich über unser Projekt zu informieren“, sagt Michael Sonfeld, ehemaliger Mitarbeiter der RWE-Innogy-Westnetz, der seit Jahren als engagierter Turmtransformator durch die Lande zieht.

Der Turm gehört dem Verein Schaephuysen Heimspiel und ist Teil eines bundesweiten Projektnetzes von Artenschutztürmen. „Mit der Gestaltung geht der Traum aller Schaephuysener in Erfüllung“, sagt Axel Schmieding vom Verein Heimspiel. Neugierig habe schon die Einrüstung gemacht und die anschließenden Putz- und Malerarbeiten über den Fachbetrieb von Wolfgang Kasper. Jetzt stehen die Zeichen auf Start. „Für uns war es wichtig, dass wir bei den Motiven einen Wiedererkennungswert für Schaephuysen haben“, sagt Miriam Kerberg, die die Grafiken als Vorlage für Marc Roberz erarbeitete. Es ist sein erster Trafoturm, den er gestaltet. Da das Projekt vom Verband Artenschutz in Franken zusammen mit der Deutschen Postcodelotterie gesponsert wird, gab es Vorgaben, „die jedoch in ihrer Gestaltung nicht zu Schaephuysen passten“, so Kerberg weiter.

Der Kompromiss hat gewonnen und zeigt beispielsweise die Störchin Lucy auf ihrem Lieblingsplatz, der Straßenlaterne, mit ihrem Partner. Schafe, Frösche und Insekten schmücken mit Blumen und Wolken die Flächen des Trafoturms. In entsprechender Höhe wurden Insektenhotels, Fledermauskästen, Kunstnester für Schwalben und ein Nistplatz für einen Turmfalken angebracht. „Sozusagen die Präsidentensuite“, freut sich Sonfeld. Damit wurden die konkreten Vorgaben zum Artenschutz des Verbandes in Franken erfüllt. Nun kommt es darauf an, dass die ersten Mieter einziehen. „Ein Sperling wohnt schon drin“, so Sonfeld.

Ende November sollen die Arbeiten beendet sein. „Das Gerüst wird dann entfernt. Das Projekt läuft super“, so Axel Schmieding. Danach geht es im Rahmen des Leuchtturmprojektes für Artenvielfalt um die Anlage des Wandelweges mit den örtlichen Partner unterhalb des Trafoturmes weiter. „Man darf weiter neugierig auf die Veränderungen sein“, so Schmieding.