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Rheurdter Pfadfinder wollen weiteres Gebäude anmieten

Thema im Hauptausschuss : Rheurdter Pfadfinder brauchen mehr Platz

Das Pfarrheim St. Nikolaus wird zu eng für die Gruppenstunden mit bis zu 180 Kindern. Die Pfadfinder wollen deshalb an der Kirchstraße ein weiteres Gebäude anmieten, um die Angebote aufrecht erhalten zu können.

Seit Jahren wächst der Pfadfinderstamm St. Nikolaus Rheurdt. Mit seinen aktuell 250 Mitgliedern zählt er zu den größten Stämmen im Bezirk Niederrhein Nord. Da der Platz im Pfarrheim St. Nikolaus an der Kirchstraße immer beengter wurde, begannen die Pfadfinder, nach einer neuen Bleibe zu suchen. Sie entdeckten ein Gebäude, das zwischen dem Pfarrheim und der St.-Nikolaus-Kirche liegt. Dieses wollen sie mieten.

„Im Pfarrheim ist es zu eng, nicht nur um bei unseren Gruppenstärken ein Hygienekonzept umsetzen zu können, sondern auch um zum Beispiel bei handwerklichen Arbeiten die entsprechende Sicherheit gewährleisten zu können“, sagt Julian Thielmann, der zusammen mit Maurice Büchner Sprecher der Pfadfinder ist. „Natürlich bewegen sich Pfadfinder gerne und viel in der Natur. Doch unser Programm und unsere Aktivitäten reichen viel weiter, von musisch-künstlerischen Inhalten über Kreatives bis hin zu richtigem Werken.“

Das Gebäude, das die Pfadfinder ins Auge gefasst haben, hat ein Flachdach und ist 84 Quadratmeter groß. Es besitzt einen großen Raum von 68 Quadratmetern, zwei kleine Nebenräume und eine Toilette. „Die Aufteilung und Ausstattung sind für uns ideal“, sagt Büchner. „Im großen Raum könnten wir dauerhaft die Werkstatt einrichten. Außerdem könnten wir ihn ergänzend als Gruppenraum bei schlechtem Wetter nutzen.“

Die fixen Mietkosten belaufen sich auf 6.500 Euro im Jahr, zu denen Nebenkosten kommen, zum Beispiel für Heizung und Strom. Für dieses Geld suchen die Pfadfinder eine Finanzierung. „Wir verfügen über keinen Sponsor“, berichtet Thielemann. „Die Pfarrgemeinde St. Martinus ist zwar unser Schirmherr, aber wir sind unabhängig von ihr und erhalten von ihr kein Geld. Deshalb haben wir bei der Gemeinde Rheurdt einen Antrag auf Fördermittel gestellt. Mit mehr als 40 aktiven, rein ehrenamtlichen Leitern führen wir wöchentlich Gruppenstunden mit 180 Kindern durch. Wir leisten einen enormen Beitrag zur offenen Jugendarbeit in unserer Gemeinde.“

Am Montagabend entschied der Hauptausschuss, diesen Antrag auf seiner nächsten Sitzung am 22. Juni zu besprechen, um dann eine Grundsatzentscheidung treffen zu können, wie die Gemeinde die Mittel für die Jugendhilfe verteilt. „Wir bleiben mit dem Bürgermeister im Gespräch“, sagen die beiden Sprecher der Pfadfinder. „Im Hauptausschuss standen die Fraktionen dem Anliegen positiv gegenüber. Die Mittel könnten in den Haushalt 2021 eingestellt werden.“