Rheurdter Bürger besorgt: Was wird aus dem Burgerpark ?

Diskussionen um Umgestaltung : Rheurdter Bürger besorgt: Was wird aus dem Burgerpark ?

Grüne fordern Bürgerinitiative, CDU spricht von „andauernden Falschinformationen“, Verwaltung will weniger als ein Drittel der Parkfläche umgestalten.

Der Burgerpark bleibt Dorfgespräch. Seit Frank Hoffmann von den Grünen davor warnte, dass mindestens die Hälfte des Parks asphaltiert werden müsse, sind zahlreiche Bürger verunsichert. Für Mittwoch, 22. Mai, 19 Uhr, hat Hoffmann zu einer offenen Fraktionssitzung der Grünen in die Gaststätte „Zur Post“, Rathausstraße 2 eingeladen. Dort solle eine parteiübergreifende Bürgerinitiative zur Rettung des Burgerparks gegründet werden, heißt es in der Einladung. CDU-Ratsfrau Renate Rheinbay platzte wegen „dieser andauernden Falschinformationen“ jetzt der Kragen, wie sie der Redaktion gestand: „Davon, dass die grüne Oase in Rheurdt zerstört würde, kann keine Rede sein.“

Worum geht es? Am 17. Dezember 2018 hat der Gemeinderat mit einer damals vorhandenen Mehrheit der CDU beschlossen, das neue Feuerwehrgerätehaus Rheurdt auf dem Marktplatz zu bauen. Die Mehrheit kam zustande, weil von SPD und Grünen jeweils ein Ratsmitglied fehlte. Teil zwei des Ratsbeschlusses: Die Rheurdter Kirmes muss in den Burgerpark ausweichen, um im Notfall der Feuerwehr nicht ins Gehege zu kommen. Zudem fallen Parkplätze auf dem Marktplatz weg.

Im Burgerpark soll ein Teil des Parkgeländes so befestigt werden, dass dort das Festzelt und der schwere Autoscooter aufgebaut werden können. Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen sagte im Gemeindeentwicklungsausschuss: „Das betrifft nach dem derzeitigen Verwaltungsvorschlag 1700 von 6000 Quadratmetern Parkfläche.“

Renate Rheinbay verweist darauf, dass auf dieser Fläche wasserdurchlässiger Rasenstein verwendet werden soll, kein Asphalt. Dies komme neben der Kirmes auch dem „Martinsmarkt, den St. Martins- oder Osterfeuern und anderen Veranstaltungen des Werberings“ zu Gute. Falsch werde zudem über die Baumfällungen informiert: „Zwei der sieben zu fällenden Bäume sind bereits tot und müssen ohnehin gefällt werden.“ Laut Bürgermeister Kleinenkuhnen wird es Ersatz geben – unter anderem im Grünstreifen rings um das neue Feuerwehrgerätehaus.

Das beruhigt nicht, wie die hohe Besucherzahl im Öko-Ausschuss am vergangenen Donnerstag bewies. Neben Vertretern der Feuerwehr waren zahlreiche alteingesessene Rheurdter anwesend, die im Ausschuss nicht erfuhren, wie es mit dem Burgerpark weitergehen soll. Sobald der Vorschlag der Verwaltung eingebracht ist, werden die Fraktionen darüber beraten. Dann, so Bürgermeister Kleinenkuhnen, könne sich die Zahl von derzeit 70 im Burgerpark geplanten Parkplätzen noch ändern.

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