Rheurdter erntet 3,5 Kilo schwere Kohlrabi Tolle Knolle aus dem eigenen Garten

Rheurdt · Rolf Kondryn aus Rheurdt baut hinter seinem Haus Obst und Gemüse an. Wichtig ist ihm, dass sich auch Vögel und Insekten in seinem Garten wohlfühlen

 Genau 2520 Gramm wog diese Kohlrabi, die Rolf Kondryn in seinem Garten geerntet hat.

Genau 2520 Gramm wog diese Kohlrabi, die Rolf Kondryn in seinem Garten geerntet hat.

Foto: Kondryn

Eine 3,5 Kilo schwere Kohlrabi-Knolle, die kriegt man nicht unbedingt im Supermarkt um die Ecke. Rolf Kondryn hat sie in seinem Garten hinter seinem Haus an der Tönisberger Straße in Rheurdt großgezogen. Es war das größte und schwerste Exemplar unter mehreren Super-Kohlrabis der Sorte „Superschmelz“, die der Rheurdter in diesem Jahr ernten konnte. „Die erste wog 1200 Gramm, die zweite 1300. Wir haben sie als Gemüse gegessen, aber auch stückweise verschenkt.“

Kondryn ist leidenschaftlicher Gärtner. Allerdings keiner, der den Rasen mit der Nagelschere stutzt. „Mein Rasen wird höchstens einmal im Monat gemäht, eher alle sechs Wochen.“ Garten, das ist für Kondryn üppige, wuchernde Natur. Ein Paradies für Bienen, Vögel, Igel. Garten, das ist für ihn aber auch die Möglichkeit, sich selbst mit Obst und Gemüse zu versorgen. Kirschen, Äpfel, Pflaumen, Johannisbeeren – jeder Winkel des Gartens verheißt Leckeres von Mutter Natur. Stolz ist Kondryn auch auf seine Stangenbohnen-Pflanzen. „Sechseinhalb Kilo Bohnen hab ich noch in der Tiefkühltruhe liegen.“ Auf zwei Hochbeeten züchtet er weiteres Gemüse, darunter Gelbe Zucchini, Paprika, Gurken („mehr als 100 hab ich dieses Jahr schon geerntet“), Tomaten. Ob die anders, besser schmecken als die aus dem Geschäft? Was für eine Frage! „Ja, klar. Die schmecken megagut!“

Kondryn und seine Frau Irene achten auch darauf, dass sich Tiere in ihrem Garten wohlfühlen. „Das ist uns wichtig. Wir haben viel Lavendel, das mögen Bienen und andere Insekten.“ Brennnesseln lasse er stehen, weil dies Schmetterlinge anlocke. „Sonst kommen die Tagpfauenaugen nicht.“ In den Stamm einer abgeholzten Tanne hat Kondryn Löcher gebohrt und das Ding als „Insektenhotel“ am Zaun stehen lassen. Bewohner ließen nicht lange auf sich warten. Hornissen haben ganze Landschaften in das das weiche Holz gefressen. „Sie nutzen es als Material für ihre Bauten.“ Auch ein Specht habe sich an dem Stamm ausgetobt. „Das sah hier aus wie ein Schlachtfeld, als er weg war.“ Hummeln sieht Kondryn in seinem Garten ebenfalls oft und gerne: Sie haben unter seinem Gartenhäuschen ein Nest gebaut.

Im Jahr 2007 zog das Ehepaar aus Moers nach Rheurdt. Aufgewachsen ist Kondryn aber in Duisburg. „Allerdings hab ich als Kind viel Zeit auf einem Bauernhof in Hamminkeln verbracht.“ Daher rühre wohl auch seine Liebe zur Natur, sagt der gelernte Elektrotechniker im Ruhestand.

Neben seinem Garten sind das Angeln, das Räuchern und die Zubereitung von Fischen eine zweite Leidenschaft des Rheurdters. Davon zeugen Räucheröfen in seinem Garten. In VHS-Kursen zeigt er, wie unterschiedliche Fische fachgerecht filetiert und mit Vorspeisen und Beilagen zubereitet werden können. Die nächsten Kurse bei der Volkshochschule in Neukirchen-Vluyn finden am 28. Oktober und 16. Dezember statt.

(pogo)
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