Rheurdt Süd verfehlt das Ausbauziel der Deutschen Glasfaser knapp.

Ob das schnelle Internet kommt, soll sich im Januar entscheiden : Glasfaser verfehlt Rheurdter Ausbauziel: knapp 35 Prozent

Ob der nördliche Teil des Rheurdter Ortskerns ein Glasfasernetz erhält, ist am heutigen Stichtag offen. Am Donnerstagabend fehlten noch 45 Verträge, um die 40 Prozent der Häuser zu erreichen, die die Deutsche Glasfaser GmbH als Mindestziel gesetzt hat.

Vertriebskoordinator Jürgen Schäfer gab die Quote mit knapp 35 Prozent an, als sich Mitglieder der Bürgerinitiative „Glasfaser für Rheurdt“ in der Gaststätte „Zur Post“ trafen.

Trotzdem zeigte sich Schäfer optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass wir bauen.“ Garantieren wollte er das aber nicht: „Es hängt davon ab, was in den nächsten Wochen passiert.“ Die Deutsche Glasfaser will in den nächsten Wochen die eingegangenen Verträge prüfen, beispielsweise auf Doubletten. „Das dauert normalerweise zwei bis drei Wochen“, sagte der Vertriebskoordinator. Da derzeit viele Mitarbeiter in Urlaub seien, werde es wohl länger dauern.“

In der Bearbeitungsphase können die Rheurdter, die zwischen Nikolauskirche und Hochend oder im Heiligen Bruch wohnen, noch Verträge abgeben und einen kostenlosen Anschluss an den Lichtwellenleiter erhalten, der für schnelles Internet sorgt. Im Laufe des Januars wolle die Deutsche Glasfaser mit dem Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen sprechen, berichtete der Vertriebskoordinator. Danach wolle sie entscheiden, ob sie die Lücke im Netz zwischen dem südlichen Teil von Rheurdt, der zwischen Oermter Berg und Nikolauskirche liegt, und Schaephuysen schließen will. „Ein knappes Jahr später könnte der Ausbau beginnen“, sagte am Donnerstagabend Jürgen Schäfer. „Wiederum ein halbes Jahr später würden die Anschlüsse freigeschaltet werden, also im Frühjahr oder Sommer 2020.“ Wenn es zum Ausbau kommen sollte, werde das Bauunternehmen weniger Schäden als das heutige verursachen, das gerade im Süden Rheurdts und in Schaephuysen die letzten Meter zwischen Straßen und Häusern orangefarbene Rohre verlegt, in die die Glasfaser gezogen wird.

Einigen Hauseigentümern waren durch das Verlegen Schäden entstanden, worüber sie sich zum Teil massiv beschwert hatten. „Wir lassen die Schäden möglichst schnell beseitigen“, betonte Frank Schäfer. „Wir lassen niemanden im Regen stehen. Das Bauunternehmen hat sich nicht an die vertraglichen Vereinbarungen gehalten. Das geht nicht.“

Am heutigen Samstag, 22. Dezember, steht die Bürgerinitiative „Glasfaser für Rheurdt“ noch einmal auf dem Parkplatz des Netto-Marktes an der Bahnstraße 18.

Mehr von RP ONLINE