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Rheurdt: Sparstrumpf gegen Martinstüte

Brauchtum in Rheurdt : „Martinsmarkt to go“ für den guten Zweck

Wegen der Corona-Pandemie muss auch der Martinsmarkt in Rheurdt entfallen. Die Veranstalter haben sich aber eine schöne Alternative einfallen lassen.

(RP) Eigentlich wäre es in diesem Jahr wieder soweit gewesen: am 8. November sollte der 8. Rheurdter Martinsmarkt mit vielen attraktiven Ständen erneut zahlreiche Besucher von nah und fern zu einem bunten Treiben rund um die Nikolaus-Kirche und in den Burgerpark locken.

Der Arbeitskreis Eine Welt Rheurdt als Veranstalter hat entschieden, den bekannten Markt in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abzusagen - aber nicht ersatzlos zu streichen. Dank der tatkräftigen Unterstützung aus zahlreichen Rheurdter Vereinen, Gruppen, Schule und Kindergärten wird es in diesem Jahr einen „Martinsmarkt to go“ geben, eine Tauschaktion unter dem Motto: „Sparstrumpf gegen Martinstüte“.

500 Martinstüten werden durch die teilnehmenden Gruppen mit zahlreichen guten Gaben bestückt, die man so oder ähnlich ansonsten auch auf dem Martinsmarkt gefunden hätte. Jede dieser Tüten wird dann am 8. November in der Zeit von 11 bis 17 Uhr gegen eine Spende  – gerne in einem Sparstrumpf – an der St. Nikolaus-Kirche zum Tausch angeboten. Ein kontaktloser Ablauf ist hierbei gewährleistet. An der St. Nikolaus-Kirche (bei schlechtem Wetter in der Kirche) wird es ein Einbahnstraßensystem geben.

Die Veranstalter betonen: „Es findet kein Markt statt, lediglich eine kurzweilige Tauschaktion, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Arbeitskreismitglieder werden die ganze Zeit über vor Ort sein und die Aktion - mit dem nötigen Abstand - koordinieren.“

Die diesjährige Martinsaktion zeige, dass die  Dorfgemeinschaft zusammenhält zusammen - auch in Corona-Zeiten.

Natürlich gilt auch beim „Martinsmarkt to go“ das Prinzip des Teilens. Daher wird auch in diesem Jahr der Erlös geteilt: die eine Hälfte der Spenden geht an das Projekt des Arbeitskreises Eine Welt „Gesundheitsarbeit bei den Mangyanen auf der Philippinischen Insel Mindoro“. Diese Ureinwohner sind besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen, da sie vom staatlichen Gesundheitssystem ausgeschlossen sind.

Die andere Hälfte teilen sich die Vereine und Gruppen, die die Aktion unterstützen. Somit kommen die Spendengelder auch den Kindern und Jugendlichen in Rheurdt und Schaephuysen zugute.