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Rheurdt: Seit 100 Tagen ist die neue Wählerinitiative WIR im Rat

Politik in Rheurdt : 100 Tage WIR im Rat der Gemeinde Rheurdt

Seit dem 1. November 2020 ist die Wählerinitiative WIR im Rheurdter Rathaus als Fraktion im Gemeinderat vertreten. Fraktionsvorsitzender Alf Bockheim zieht eine erste Bilanz.

Gegründet hatte sich die noch junge Wählerinitiative im November 2019 und trat  im September 2020 erstmals bei der Kommunalwahl. Mit 10,8 Prozent der Stimmen zog die WIR in den Rat der Gemeinde. „Nach 100 Tagen im Amt, ist es üblich Resümee zu ziehen und den Wählerinnen und Wählern zu berichten, was mit ihrer Stimme in der Politik so passiert“, so Fraktionsvorsitzender Alf Bockheim. Auch wenn coronabedingt in dieser Ratsperiode bisher keine Ausschüsse und Ratssitzungen Anträge bearbeitet und beschlossen werden konnten, so seien doch alle Fraktionen dabei Anträge auszuarbeiten und vorzulegen, berichtet er. „In der neuen Zusammensetzung des Rheurdter Gemeinderats findet die Arbeit in einer Atmosphäre statt, die getragen ist von gegenseitigem Respekt und Achtung voreinander mit dem einzigen Willen, das Beste für die Bürgerinnen und  Bürger herauszuarbeiten. Dass dies in der momentanen Offenheit der politischen Vertreter untereinander, zum Bürgermeister und den Mitarbeitern in der Verwaltung möglich ist, ist der Verdienst der wohlüberlegten Stimmabgabe der Rheurdter Wählerinnen und Wähler“, so bockheim. So sei festzustellen, dass die eigentlichen Gewinner der Kommunalwahl, die Bürgerinnen und  Bürger in Rheurdt seien und nicht die politischen Parteien. „Gleichwohl sind alle Themen, die im Wahlkampf behandelt wurden und meist aus der Mitte der Bevölkerung stammten, auf der Agenda aller Ratsvertreter. In den zurückliegenden Wochen wurden, meist in Videokonferenzen, Vorlagen erarbeitet, die in der nächstmöglichen Hauptausschuss- oder Ratssitzung zur Abstimmung anstehen“, erzählt Bockheim. Weiterhin seien Beiräte gebildet wurden, mit dem Ziel, noch mehr direkten Bürgerwillen abzubilden. Auch in der konkreten Coronaproblematik seien kurzfristig Entscheidungen gefällt worden, zum Beispiel für Luftfilteranlagen, damit bald wieder den Schulbetrieb aufnommen werden könne und die Kinderbetreuung sicherzustellen. Bockheim: „Ebenso wurde bezüglich der Impfzentren dem Beschluss der Landesregierung Rechnung getragen und eine Lösung geschaffen, damit auch die Mitbürger, die keine Möglichkeit sehen nach Kalkar zu gelangen, ihre Impfungen erhalten können.“ Mit der Mitfahrerbörse sei sichergestellt, dass ein Transport mit entsprechenden Schutzmaßnahmen durchgeführt werden könne. „Wir erhoffen uns für die nächsten 100 Tage, dass der Inzidenzwert weiter sinkt und dadurch wieder mehr Öffentlichkeitsarbeit möglich wird“, so Bockheim.