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Rheurdt: Neue Insektenstele am Rathaus

Artenschutz in Rheurdt : Insektenstele bereichert das Gärtchen am Rathaus

Im Garten vom Rheurdter Rathaus stellten die Mitglieder des Vereins zur Förderung der Artenvielfalt und des Umweltschutzes eine weitere Stele auf. Eine Anerkennung für die Anlage des Rückhaltebeckens der Gemeinde mit insektenfreundlicher Pflanzenwelt.

Eine Insektenstele des Vereins zur Förderung der Artenvielfalt und des Umweltschutzes hat am Rheurdter Rathaus, auf dem Innenbeet, ihren Platz gefunden. Der Standort liegt zwischen Katzenminze, Kamille und Sonnenhut und ist damit insektenfreundlich. Hummeln und Bienen haben jede Menge zu tun. Rund 2,50 Meter hoch ist die Eichenstele, mit freundlichem Gesicht und lustigem Schlapphut. Karin Scheidt hat ihn gefilzt. Davor steht eine kleine Tafel mit knappem Infotext und einem QR-Code, der die Homepage des Vereins öffnet.

Es ist die Stele mit der Nummer sieben, die mit vereinten Kräften aufgestellt wurde und damit das Bemühen der Gemeinde in Sachen Natur- und Umweltschutz würdigt. „Zum einen, weil die Gemeinde das Rückhaltebecken als vielversprechenden Ort angelegt hat und für unterschiedliche Blühpflanzen gesorgt hat. Zum anderen, weil am Rathaus zusätzlich ein insektenfreundlicher Bereich entstanden ist“, so Frank Hoffmann, der zusammen mit Carsten Erxleben zum Spaten griff. „Wir freuen uns über die Insektenstele, die ein guter Beitrag für die Artenvielfalt und Biodiversität ist“, so Ralf Spengel, Kämmerer der Gemeinde.

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Die Eichenstele mit ihren Bohrungen bietet den Insekten, wie der Wildbiene, entsprechenden Unterschlupf und Lebensraum. Das Eichenholz stammt von den Schaephuysener Höhen. Trockenheit und Klimawandel machten dem Baum, der für Standfestigkeit und Unsterblichkeit steht, schwer zu schaffen. Kurzentschlossen sicherte sich der Verein einige dieser Stämme und gibt ihnen neue Aufgaben, wie eben als Insektenstele.

Die Gemeinde will weitere Beispiele für Handlungsfelder im Klimaschutz besetzen. Dazu gehören unter anderem der Ausbau von E-Bike- und E-Auto-Ladestationen, um auch langfristig dörfliche Zukunft zu sichern, so Spengel.

„Wir dürfen in unserem Bemühen nicht nachlassen. Auch die Insektenwelt braucht Zuverlässigkeit“, so Hoffmann. Die Stele am Rathaus sei eine Erinnerung für jeden Besucher und die Verwaltung, sich weiterhin intensiv um die Themen Natur, Umweltschutz und den Erhalt der Artenvielfalt zu kümmern. Auf die Pflanzenwelt, die nach Empfehlung der Nabu-Ortsgruppe angelegt wurde, kommt es an.„Es geht nicht darum, einen einjährigen Blühstreifen auszusäen. Es müssen mehrjährige Pflanzen sein, denn gerade in der Insektenwelt gibt es Spezialisten. Die typische Pflanzenwelt der so genanten Bauerngärten, wie sie am Rathaus blüht, ist dafür ein gutes Beispiel“, so Hoffmann.

www.artenvielfalt.nrw