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Rheurdt möchte noch stärker auf Nachhaltigkeit achten

Klimaschutz in Rheurdt : Rheurdt möchte noch stärker auf Nachhaltigkeit achten

Wenn die Verwaltungsmitarbeiter in Rheurdt Vorlagen vorbereiten, die in den Ausschüssen und im Rat beschlossen werden, haben sie bereits die Nachhaltigkeit im Blick. „Seit fünf Jahren sind in den Beschlussdrucksachen Aussagen zu den Folgekosten vermerkt, genauso wie Auswirkungen auf die Umwelt“, sagt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen.

Jetzt sollen alle Beschlussdrucksachen und Mitteilungen der Verwaltung den Zusatz „auf Nachhaltigkeit geprüft“ erhalten. Das beschloss der Hauptausschuss auf Antrag der SPD, FDP und Grünen. „Damit wird die Nachhaltigkeit institutionalisiert, die bereits Teil unseres Handelns ist“, sagt der Bürgermeister.

Schon vor zwei Jahrzehnten habe die Gemeinde begonnen, sich an die Klimaveränderung anzupassen. Es komme öfter zu Starkregen mit riesigen Mengen Wasser in wenigen Minuten. Östlich und westlich des Höhenzuges habe die Gemeinde 40 Regenrückhaltanlagen gebaut. Außerdem habe sie Vereinbarungen mit Landwirten geschlossen, zum Beispiel um Schutzstreifen anzulegen. Der Antrag der drei Fraktionen zielte in einem zweiten Schritt darauf ab, „mittelfristig das Verwaltungshandeln mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit“ zu vereinbaren. Dafür seien zusammen mit Zivilgesellschaft und Politik Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln. Außerdem sei ein Managementsystem aufzubauen. Ein Teil dieses System könne ein „Nachhaltiges Flächenmanagementsystem“ sein. „Für mich ist das mit einem Qualitätsmanagementsystem nach DIN/ISO 9000 vergleichbar“, sagt der Bürgermeister. „Die Mitarbeiter der Verwaltung haben dann Abläufe nach Checklisten abzuarbeiten.“

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Um ein solches Managementsystem auszubauen, das sich an der Agenda 21 ausrichtet und die Nachhaltigkeit zur Grundalge aller Entscheidungen macht, schlagen die drei Fraktionen vor, mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 Nordrhein-Westfalen zusammenzuarbeiten, die auch berate. Dazu wird die Gemeinde jetzt Mitglied dieser Arbeitsgemeinschaft. Der Beitrag liegt bei nur 100 Euro pro Jahr, weil die Arbeitsgemeinschaft finanziell von der Landesregierung unterstützt wird, um den Klimaschutz voranzutreiben.