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Rheurdt: Landrat antwortet auf Anfrage von Bündnis90/Die Grünen

Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen Rheurdt : Landrat äußert sich zu Hauser’s Kiesgrube

In der Vergangenheit gab es immer wieder Beschwerden über die extensive und unerlaubte Nutzung der Hauser’s Kiesgrube durch MotorCross-Fahrer und Mountainbiker.

Abgesehen von den Lärm, gibt es mittlerweile viele Stellen, an denen die Ränder des Sandloches zerstört, die Wurzeln der Bäume freiliegen und sie dadurch ihren Halt verlieren. In der letzten Ratssitzung am 22. Juni hatte die Fraktion Bündnis90/Die Grünen eine Anfrage gestellt und wollte wissen:  Stimmt die Nutzung dieses Gebietes mit den Kriterien des Landschaftschutzes überein? Was kann zukünftig gegen die Zerstörung getan werden? Und gibt es Möglichkeiten, dieses Gebiet zu schützen? Nach der Ratssitzung hatte die Fraktion einen Antrag auf einstweilige Verfügung an den Kreis Kleve gestellt, etwaige weitere Veränderungen durch eine Gruppe von MotorCross-Fahrern sofort zu untersagen.

Dieser Antrag ist stattgegeben worden. Landrat Wolfgang Spreen des Kreises Kleve antwortet durch seine Untere Landschaftsbehörde: „Im gültigen Landschaftsplan Nr. 15 Kerken-Rheurdt ist das Landschaftsschutzgebiet „L 1 – Schaephuysener Höhen“ ausgewiesen, in welchem auch die Grube Hauser liegt. Letztere unterfällt damit den einschlägigen Regelungen der Landschaftsschutzverordnung. Die Verordnung formuliert unter anderem ein Verbot, außerhalb von Wegen und Parkplätzen zu fahren oder zu parken, außerhalb von Wegen Rad zu fahren oder Mountainbiking auszuüben; ausgenommen ist der land- und forstwirtschaftliche Verkehr.“

Die Grube sei ökologisch besonders wertvoll, da dort offene Sandstellen, besonnte Hänge und eine halboffene Vegetation vorhanden sei, heißt es von Seiten der Unteren Landschaftsbehörde. „Insbesondere Sandbienen und Wespen sowie Schmetterlinge finden dort einen ökologisch besonders wertvollen Sonderstandort, wie er in der angrenzenden Kulturlandschaft nicht oft anzutreffen ist.“

Insofern sei eine intensive Nutzung der Grube durch Motorcross und Mountainbike-Fahrer dem Natur- und Landschaftsschutz aus naturschutzfachlicher Sicht nicht möglich.

 „Jetzt gilt es, das Gelände derartig unzugänglich zu machen, dass sich das Befahren von MotorCrossfahrern sich nicht wiederholt“, so Frank Hoffmann, Vorstandssprecher der Grünen.

Der Brief des Landrates ist in Gänze auf der Seite www.gruene-rheurdt.de einsehbar.