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Rheurdt: Gemeinde sucht Unterstützer beim Wattbewerb

Wattbewerb Rheurdt : Gemeinde sucht „Sonnenfänger“

Rheurdt zählt zu den ersten Gemeinden in Deutschland, die sich für eine Teilnahme am bundesweiten Wattbewerb entschlossen haben. Die Verwaltung hofft nun auf Unterstützung durch engagierte Bürger.

Seit dem 1. Januar misst sich auch Rheurdt beim Wattbewerb – und ist damit bundesweit eine der ersten Gemeinden, die an diesem Wettbewerb teilnehmen. Bislang war die Teilnahme nur auf Städte begrenzt, nun werden sich zu den 144 Städten, die bisher am Wattbewerb teilnehmen, auch Gemeinden gesellen. Das Potenzial ist riesig: In Deutschland gibt es über 14.000 Gemeinden. Neben Rheurdt sind bisher allerdings nur Bad Zwischenahn (Niedersachsen) und Kleinmachnow (Brandenburg) im Ranking vertreten – und Rheurdt nimmt dabei den Platz eins an.

Beim bundesweiten „Wattbewerb“ wird die Kommune mit dem größten Zuwachs an Photovoltaik-Leistung gesucht. Ziel ist es, die Energiewende in Deutschland durch exponentiellen Ausbau von Photovoltaik zu beschleunigen. Dies dient dem Erreichen des 1,5°C-Ziels des Pariser Klimaschutzabkommens, das durch die gegenwärtig von der Politik getroffenen Klimaschutz-Maßnahmen nicht erreicht wird. Für das Klimaziel muss die Energiewende zu 100 Prozent erneuerbaren Energien 2030 führen. Der Start vom Wattbewerb erfolgte am 21. Februar 2021, eine Teilnahme ist aber auch jetzt jederzeit möglich. Die Herausforderung an die teilnehmenden Städte lautet: Welche Stadt schafft es als erste, ihre installierte Leistung an Photovoltaik zu verdoppeln?

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Bürgermeister Dirk Ketelaers freut sich über die Teilnahme der Gemeinde Rheurdt und erläutert: „Zum Erreichen der durch den Bund gesteckten Klimaziele ist ein massiver Ausbau der Versorgung mit regenerativen Energieträgern notwendig. Mit der Teilnahme am bundesweiten Wattbewerb stellt sich die Gemeinde Rheurdt der Herausforderung unter allen teilnehmenden Kommunen den größten Zuwachs der kWp-Leistung pro Einwohner zu generieren.“

Es gewinnt die Kommune, die im Wettbewerbszeitraum den höchsten Zubau an Photovoltaik-Leistung, bezogen auf die Einwohnerzahl, erzielt. Der Zeitraum endet, sobald die erste teilnehmende Großstadt die eigene installierte PV-Leistung verdoppelt hat. Ausgehend von der Ausbaugeschwindigkeit der letzten Jahre geschieht das in zwei bis drei Jahren – je früher, desto besser für das Klima. Bislang sind bundesweit 147 Kommunen am Start, unter anderem auch die Städte Neukirchen-Vluyn (aktuell auf Platz 62) und Moers (aktuell auf Platz 95). Das aktuelle Ranking findet sich auf der Internetseite des Wattbewerbs unter https://plattform.wattbewerb.de/ranking. Das laufende Ranking ergibt sich aus dem Wert des Zubaus der installierten Photovoltaik-Leistung im Vergleich zum Startwert bezogen auf die Einwohnerzahl.

Mit dieser Offensive sollen neben dem Ausbau auf kommunalen Dächern auch Firmen, Gewerbe, Hauseigentümerinnen und -eigentümer sowie Vermieterinnen und Vermieter dafür gewonnen werden, die Sonne vom Dach zu holen und in Photovoltaik zu investieren.

Die Gemeinde Rheurdt geht bei ihren aktuellen Neubauten, wie zum Beispielt mit dem Haus des Sports und dem Feuerwehrgerätehaus Rheurdt, mit gutem Beispiel voran und wird leistungsfähige Photovoltaikanlagen auf den Dächern installieren lassen. Die Verantwortlichen hoffen nun auf breite Unterstützung aus der Bevölkerung.

„Wir wollen unter anderem mit Best-Practice-Beispielen und einer Öffentlichkeitskampagne die Vorzüge einer Photovoltaikanlage aufzeigen und suchen engagierte Akteurinnen und Akteure aus der Zivilgesellschaft, die uns bei dieser Kampagne, insbesondere bei der Öffentlichkeitsarbeit, unterstützen möchten“, so Klimaschutzmanager Ralf Spengel. „Interessierte können sich gerne bei mir im Rathaus melden.“