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Rheurdt: Ein Waldspielplatz in Neufeld

Waldspielplatz in Neufeld : Ein Platz zum Tollen im Wald

Der Bau des Neufelder Waldspielplatzes startet im Januar. Im Juni soll der Spielplatz fertiggestellt sein, der von einer Bürgerinitiative zusammen mit der Gemeinde angelegt wird.

Kinder haben die Waldparzelle, die an der Ecke von Waldweg und Alter Poststraße in Neufeld liegt, schon lange für sich entdeckt. Sie spielen dort Verstecken, Fangen oder erkunden ganz einfach das Unterholz und bauen Buden. Ab Juni 2021 können sie dort außerdem auf zwei Schaukeln schaukeln, auf einer Wippe wippen, sich an drei Reckstangen drehen, über eine Balancierstange gehen oder an einer Platte Tischtennis spielen.

Schon jetzt freuen sie sich auf den zukünftigen Waldspielplatz, zum Beispiel Julian Vyskocil (5) oder Louis Creutz (4) – neben weiteren 50 Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter.

Zu verdanken haben sie diesen naturnahen Spielplatz ihren Eltern, die sich für diesen tatkräftig einsetzen, allen voran Jennifer Creutz und Jasmin Vyskocil. Die Kinder erlebten mit, wie ihre Eltern im Frühjahr 2019 die Bürgerinitiative Waldspielplatz Neufeld gründeten, 80 Unterschriften sammelten und ihr Vorhaben, einen ersten Spielplatz in Neufeld zu errichten, bei einer Sitzung des Rheurdter Gemeinderats vortrugen. Die älteren Kinder erfuhren, wie Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen sofort ein Gespräch mit den Aktiven dieser Bürgerinitiative suchte und 6000 Euro für das Projekt in Aussicht stellte. Sie hörten, wie ihre Eltern sich im Herbst 2019 entschieden, eine Tombola veranstalteten, um schließlich weitere 1800 Euro für den Waldspielplatz Neufeld zu sammeln.

Außerdem erhielten die Eltern Zusagen von Sponsoren, die mit Geld und Material helfen. Die älteren Kinder hörten auch, wie sich der Waldeigentümer Friedrich Freiherr von der Leyen bereiterklärte, die 1000 Quadratmeter groß Parzelle für einen symbolischen Preis an die Gemeinde zu verpachten.

Ab Januar 2021 sehen die Kinder, wie sich die Waldparzelle in einen Waldspielplatz verwandelt, ohne ihren Charakter als Wald zu verlieren. Dann will das das Unternehmen „Gartenvision Walleneit“ das Gelände auf seine Kosten mit einer Benjeshecke, wie eine Totholzhecke in der Fachsprache heißt, umgeben. Außerdem will es den Teil des Geländes frei räumen, auf dem später Spielgeräte und Sitzbänke stehen.

Ab März können die Kinder beobachten, wie die Mitglieder der Bürgerinitiative die Löcher für die Fundamenten von Schaukeln, Wippe und Reckstangen ausheben, um mit Muskelhypothek die Kosten gering zu halten und die 6000 Euro der Gemeinde vollständig in die Spielgeräten fließen zu lassen. Wahrscheinlich ab April können sie zuschauen, wie die ersten Spielgeräte aufgestellt werden, die bereits in den nächsten Wochen geliefert werden.

Wenn der Waldspielplatz geprüft und abgenommen ist sowie das Eröffnungsfest vorüber, könnten die Kinder ihn zu ihrem täglichen Treffpunkt bestimmen, wie sie heute schon die Waldparzelle an manchen Nachmittagen nutzen.