43 Anbieter in Rheurdt Der Naturmarkt erlebt seine Neuauflage

Rheurdt · Der Schaephuyserner Naturmarkt ist zurück. 43 Ausstellende trotzten dem Wetter und legten einen vielversprechenden Neustart hin.

 Die Tuwas-Genossenschaft beteiligte sich ebenfalls mit einem Stand auf dem Naturmarkt.

Die Tuwas-Genossenschaft beteiligte sich ebenfalls mit einem Stand auf dem Naturmarkt.

Foto: Norbert Prümen

43 Ausstellende teilten sich am Sonntag auf Abstand den Marktplatz an der Tönisberger Straße in Schaephuysen. Dass nach langer Corona-Pause der Markt wieder seine Tore öffnet, ist an sich schon ein Ereignis. „Unsere Herausforderung bestand darin, kurzfristig ab Ende August mit der Organisation anzufangen“, sagte Alfred Wronksi, Vorsitzender des ausrichtenden Vereins zur Förderung der Artenvielfalt und des Umweltschutzes Schaephuysen. „Wir mussten aufgrund der vielen Rückmeldungen dann einige ablehnen, weil es sonst mit der Fläche, den Corona-Verordnungen und dem Abstand nicht geklappt hätte“, so Alfred Wronski.

Bei der runden Auswahl bewies der Verein ein gutes Händchen, „so dass wir einen attraktiven Markt zeigen können, der trotz des Wetters nichts an Attraktivität verloren hat“, so Marktmeister Frank Hoffmann. Bekannte Aussteller aus der Gemeinde Rheurdt inklusive Feuerwehr und den benachbarten Kommunen zeigten ihre Schätze oder informierten, wie die Bürgerinitiative Mitgestalten-NV zum geplanten Kiesabbau auf rund 180 Hektar Fläche in Neukirchen-Vluyn. „Das Interesse ist groß, was in unmittelbarer Nähe passiert“, sagten Johanna Krings und Sonja Enders. Einige Meter weiter hatte sich der Tuwas-Stand mit Gemüse, Salaten und Stauden aufgebaut. Barbara Sensen aus Alpen verkaufte Sämereien von historischen Tomatenpflanzen wie neuen Sorten.

Mittendrin betätigte sich als Hingucker Grischa Methner in entsprechendem Gewand als Verkäufer von „Keltenpiepjes“. Die Pfadfinder sorgten mit Bratwurst vom Grill für den Imbiss, das Zelt vom Verein für Gartenkultur und Heimatpflege lud zur Kaffeepause ein. „Der Tag der Deutschen Einheit und Erntedank passen als Veranstaltungstermin gut zusammen“, stellte Vereinsvorsitzende Claudia Koschare fest. Üppig bestückt der Korb mit frischem Herbstgemüse, das es, so die Planung, im nächsten Jahr aus dem Generationengarten in Höhe des künftigen Generationenspielplatzes geben soll. Interessenten für die Parzellen zwischen 80 bis 90 Quadratmetern mit Permakultur gibt es bereits. „Wir werben auf dem Naturmarkt dafür und führen Gespräche“, so Claudia Koschare, die ebenfalls Blütenzauber für die nächste Gartensaison anbot wie auch die neuen Tassen mit historischen Ortsmotiven. Im Eingangsbereich hatte sich Uwe Girndt mit seinen Schafleischspezialitäten aufgestellt. Ihm gegenüber bezog erstmals die Gemeinde Position mit ihrem nagelneuen, kommunalen Unkrautkocher. „Das ist unser zweites E-Fahrzeug. Mit sehr heißem Wasser entfernen wir Unkraut und vermeiden den Einsatz von Chemie“, so Bürgermeister Dirk Ketelaers, der sich mit seiner Rathausmannschaft den Dienst teilte. „Wir wollen unserem Ökodorf gerecht und Fairtrade-Gemeinde werden. Deshalb sprechen wir mit Gästen, fragen nach ihren Ideen und Wünschen“, so Ketelaers. „Der Markt gibt völlig andere Gelegenheiten, sich auszutauschen.“

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