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Rheurdt: Das Team des St. Michaelturms nimmt den Betrieb auf

Jugendbildungsstätte in Rheurdt : Neustart am St. Michaelturm

Die Rheurdter Jugendbildungsstätte St. Michaelturm nimmt bei niedrigen Inzidenzzahlen wieder den Betrieb auf. Geschäftsführerin Sarah Kraschewski berichtet über die Vorbereitungen und die Terminlage.

In der Rheurdter Jugendbildungsstätte St. Michaelturm ist für die Saison alles startklar. Die Außenanlagen sind tiptop, die Zimmer gepflegt, das Programm mit Themen- und Referentenangeboten für verschiedene Altersgruppen steht. Den Coronatest gibt es über das naheliegende Schaephuysener Testzentrum, das sogar vor Ort testet. „Wir freuen uns riesig, dass nach bald anderthalb Jahren wieder mehr Leben in den Michaelturm einzieht und wir Anfragen bedienen können“, so Sarah Kraschewski (33), Leiterin der katholischen Bildungsstätte im Bistum Münster.

Auch für Anika Gesing, pädagogische Mitarbeiterin, beginnt die gewohnte Arbeit. Sie ist für die verschiedenen Gruppenprogramme zuständig. Das sind unter anderem drei- oder fünftägige Angebote in der Natur- und Erlebnispädagogik für verschiedene Altersstufen, Kennenlerntage für Schulklassen oder ab der neunten Jahrgangsstufe Tage der religiösen Orientierung. „Dazu sind zusätzliche Module buchbar“, so Anika Gesing. Die Erleichterung ist beiden anzumerken, dass der Alltag in ihrem Arbeitsleben sich allmählich wieder einstellt und sich feste Strukturen für das 15-köpfige Team herausbilden.

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 Gruppen- und Klassenfahrten wurden früh von der Landesregierung untersagt, der zweite und dritte Lockdown hatten es in sich und bedeutete Stillstand in der außerschulischen Jugend- und Bildungsarbeit. Mit Beginn der Sommerferien dreht sich das Blatt, wenn die Gruppen anreisen und einen höchst individuellen Aufenthalt in Schaephuysen erleben. „Zum Wochenende kommen Gruppierungen aus Kirchengemeinden oder Verbänden. Sie arbeiten an ihren eigenen Programmen oder ergänzen sie durch unsere Hausangebote mit Referenten“, so Sarah Kraschewski. Termine sind für Klassen nach den Sommerferien gebucht.

 Das Telefon klingelt daher nun viel häufiger. Anfragen konzentrieren sich auf Terminabsprachen, wenn beispielsweise von Trägern Alternativen zu einem Auslandsaufenthalt gesucht werden. Stammgruppen machen Termine aus, neue entdecken die Jugendbildungseinrichtung.

„Wir sind in den letzten Monaten immer im guten Austausch gewesen und haben storniert, verlegt oder umgebucht“, so die Leiterin. „Jetzt läuft es gut an, und wir suchen nach individuellen Lösungen. Vieles hängt natürlich von den aktuellen Perspektiven und den Möglichkeiten bei niedrigen Inzidenzwerten ab.“ Noch sind wenige Termine in den Sommerferien frei.

Der Neustart ist für sie überwältigend. „Vor allem der Rückhalt durch unsere Gäste hat uns stark gemacht und die Aufmunterung, am Ball zu bleiben.“ Nur drei Monate hat sie nach Übernahme der Leitung den Normalbetrieb kennengelernt, bevor pandemiebedingt die Einrichtung schließen musste. „Viele unserer Angebote haben wir ins Digitale übernommen, die in keinem Fall den direkten Kontakt ersetzen können“, so Anika Gesing, die auf eine große Lücke hinweist. „Wir müssen in der aktuellen Situation die außerschulische Bildungsarbeit für Jugendliche stärken. Wir stellen ein großes Bedürfnis fest. Das direkte soziale Miteinander, die Erfahrung in der Gruppe, die Ausbildung des eigenen Werteempfindens, all diese Dinge sind sehr wichtig und durch nichts zu ersetzen“, so die 27-Jährige.