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Rheurdt: Bürgermeister dankt scheidenden Ratsmitgliedern

Politik kin Rheurdt : Bürgermeister dankt scheidenden Ratsmitgliedern

Zehn von insgesamt 18 Ratsfrauen und Ratsherren sind im neuen Rat der Gemiende Rheurdt nicht mehr dabei. Klaus Kleinenkuhnen ehrte sie und versicherte: „Sie können auch an anderer Stelle viel bewirken.“

Mit gut sechs Jahren dauerte die Legislaturperiode des Rates besonders lang, sonst umfasst sie fünf Jahre. Und es beenden nun so viele Rheurdter Ratsmitglieder wie nie zuvor ihre Tätigkeit, nämlich zehn an der Zahl. Sie scheiden Ende Oktober aus. Am Montag wurden sie von Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen in der Rheurdter Turnhalle verabschiedet.

Im neuen Gemeinderat nicht mehr dabei sind Petra Gerits (SPD), Maria Ketels (CDU) Barbara Langen (SPD), Renate Rheinbay (CDU) und Beate Wimberg (Grüne), die bei der Verabschiedung nicht anwesend war, sowie Gerd-Jakob Hoeps (CDU), Andreas Nielsen (FDP), Karl-Heinz Raupach (SPD), Jan Stremmel (CDU) und Hans-Rainer Tabke (CDU). Da Karin Hüsken (FDP) bereits vor zwei Jahren aus dem Rat ausgeschieden war, gehören ab November nur noch sieben „alte“ Mitglieder dem Rat der neuen Legislaturperiode an. Sie sind zukünftig gegenüber den 13 neuen Ratsmitgliedern in der Minderheit, auch weil der neue Rat durch zwei Überhangsmandate auf 20 Sitze angewachsen ist.

„Mit Engagement und Verantwortungsbewusstsein haben sie daran mitgewirkt, unsere Gemeinde weiterzuentwickeln“, bedankte sich Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen bei den scheidenden Ratsmitgliedern. „Sie sind in die Politik gegangen, um in dem Ort, dem Sie sich verbunden fühlen, etwas zu bewegen. Kommunalpolitik ist sozusagen Basispolitik, unmittelbar sicht- und spürbar. Sie betrifft die Bewohner direkt und erstreckt sich über alle Lebensbereiche.“

In der Kommunalpolitik könnten schon einmal Meinungen aufeinander prallen, bemerkte Kleinenkuhnen. Doch obwohl manche Debatte heftig gewesen sei, hätten die Ratsmitglieder den Konsens im Auge gehabt, damit Beschlüsse von einer breiten Mehrheit hätten getragen werden können. Sie hätten die Meinung der anderen geachtet und sich gegenüber dem politischen Gegner fair verhalten. Der Bürgermeister gab den scheidenden Ratsfrauen und Ratsherren mit auf den Weg, ihre Erfahrung und Kompetenz weiterhin in der Gemeinde einzusetzen. „Sie können auch an anderer Stelle viel bewirken“, sagte Kleinenkuhnen, um anschließend mit Mitarbeiten des Rathauses Urkunden und Blumensträuße zu überreichen.

Ursprünglich hatte Kleinenkuhnen nach der Ratssitzung ein Zusammensein in Zehnergruppen mit den scheidenden Ratsmitgliedern geplant. Doch aufgrund der Coronaregeln, die jüngst strenger geworden sind, weil die Fallzahlen steigen, wurde daraus nichts.

(got)