1. NRW
  2. Städte
  3. Neukirchen-Vluyn

Rheurdt: Bereits mehr als 250 Unterstützer bei Petition für Burgerpark.

Gemeindeentwicjklung in Rheurdt : Bereits mehr als 250 Unterstützer bei Petition für Burgerpark

Minütlich tickt das Zählwerk hoch. Am gestrigen Montagnachmittag um 15 Uhr hatte die Bürgerinitiative „Hände weg vom Burgerpark“ bereits 252 Unterstützer versammelt. Dabei ist die Online-Petition erst seit knapp vier Tagen im Internet verfügbar (openpetition.de/!

burgerpark). Noch weitere acht Wochen können sich dort Menschen eintragen, die gegen einen Ausbau von 1700 Quadratmetern des 6000 Quadratmeter großen Parks neben der katholischen Kirche Rheurdt sind. Die Fläche soll mit sogenannten Rasensteinen befestigt werden, unterjährig als Parkplatz dienen und während der Pfingstkirmes dem Festzelt und dem Autoscooter ein solides Fundament geben. Für Menschen ohne Internetzugang liegen klassischen Unterschriften auf Papier aus – zum Beispiel im Frisörsalon Dickhaus und bei der Biobäckerei Schomaker.

Von der Resonanz ist die Bürgerinitiative selbst überrascht. So meint Siglinde Bockheim, neben Jürgen Volk Sprecherin der Initiative: „Vor allem freuen wir uns, dass viele Unterzeichner öffentliche Kommentare zu ihrer Zustimmung zur Petition hinterlassen, und so die Bürgermeinung klar und deutlich kund tun.“ Der Initiative ist es wichtig klarzustellen, dass die Ablehnung der „Zerstörung des Burgerparks“ nicht im Zusammenhang mit dem Neubau für die Feuerwehr sehen ist. Die Leistung und die Bedürfnisse der Wehr werde von der Initiative hoch geschätzt.“

Dass für den Neubau des Rheurdter Feuerwehrgerätehauses Parkplätze entfallen und sich Feuerwehr und Kirmes am bisherigen Standort – dem Marktplatz – ins Gehege kommen würden, hatte der Gemeinderat am 17. Dezember 2018 bei seinem Beschluss zu Standort und Neubau des Feuerwehrgerätehauses berücksichtigt. Verbunden war die Entscheidung zugunsten der Feuerwehr von Anfang an mit einem Umbau des Burgerparks.

Den lehnen die Bürger vehement ab, wie die Kommentare zur Petition zeigen. Maximilian Menne etwa erwähnt dort, dass die Pfadfinder regelmäßig Gruppenstunden im Burgerpark abhalten. Manuela Siepe weist darauf hin, dass der Park für die Senioren des angrenzenden Heims wichtig ist. Die Rheurdterin Alice Orlowski schreibt: „Ein kleines Paradies im Herzen unseres Ökodorfes, der Burgerpark. Hier verliert man Hektik und Enge, hier schaut man auf denkmalgeschützte Bauten, hier genießen Bewohner aller Jahrgänge Ruhe, Erholung, Kommunikation... Hände weg von diesem Rheurdter Juwel!“. Ein Architekt weist darauf hin, dass die geplante Umwandlung seiner Meinung nach nicht ohne weiteres mit dem Denkmalschutzgesetz NRW vereinbar ist.

Aufschlussreich sind die Statistiken zur Petition, die zum Beispiel zeigen, dass mehr als 80 Prozent der bisherigen Unterzeichner aus Rheurdt kommen. Im Gespräch zeigen sich vor allem Jugendliche und jüngere Erwachse, sowie insbesondere Senioren von den geplanten Änderungen und Fällungen entsetzt. Zahlreiche Rheurdter verbinden offenbar mit dem Burgerpark wichtige Erinnerungen.

Die Bürgerinitiative lädt alle Bürger ein, sich auf der Petitionsseite zu informieren. Kontakt zur Initiative per Mail an b.i.burgerpark@gmail.com.