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Rheurdt: Bebauungsplan Kirchstraße: Sorge um beliebten Spielplatz

Gemeindeentwicklung in Rheurdt : Bebauungsplan Kirchstraße: Sorge um beliebten Spielplatz

Der Platz soll für einen unterirdischen Wassersammler weichen. Anwohner und Politiker sind skeptisch.

Der Bebauungsplan Nr. 30 Kirchstraße/Rathausstraße bleibt beratungsintensiv, wie die jüngste Sitzung des Rheurdter Rates zeigte. Bereits zuvor hatte im Ausschuss für Gemeindeentwicklung Projektleiter Norbert Schauerte-Lüke vom Kamp-Lintforter Ingenieurbüro „Regio Gis+Planung“ den Stand des Bebauungsplanentwurfs für das vier Hektar große Areal zwischen Kirchstraße und Schulweg vorgestellt. Aufgrund der guten Erreichbarkeit von Kindergarten und Grundschule eignet sich die Flächen für Einzel- und Doppelhaushälften für junge Familien. Die Erschließung der Fläche soll 2022 beginnen.

Von Anwohnerseite wurde in der Ratssitzung die dringende Bitte um einen nochmaligen Vor-Ort-Termin vorgetragen, da in Höhe der Turnhalle der beliebte, mit gutem Baumbestand bestückte Spielplatz zugunsten eines sogenannten unterirdischen Wassersammlers entfallen soll. Auf der noch verbleibenden Fläche sollen weitere Parkplätze entstehen.

SPD-Fraktionschef Werner Fronhoffs regte an, die Postion des Wassersammlers, zuständig für die Entwässerung, generell wegen der dort vorhandenen Brunnen zu überdenken und den Spielplatz dort zu belassen. Oliver Schlageter-Kleine (Grüne) warnte indes vor Panikmache, denn Baumfällungen seien dort nicht vorgesehen. Grünen-Fraktionssprecher Frank Hoffmann wünschte sich weitere fachliche Informationen, wie überhaupt ein Wassersammler aussehe, verbunden mit Überlegungen zu einem versetzten Standort, so dass der Spielplatz unangetastet bleiben könne.

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Die Wählerinitiative WIR merkte an, dass sich an keiner anderen Stelle die Spielplatzqualität wieder herstellen lasse. Ähnlich die CDU-Postion, die sich ebenfalls eine andere Lösung für den Standort des Wassersammlers wünscht und auch die Firsthöhe der Häuser von neun Metern bemängelte, wie Fraktionsvorsitzender Martin Opdemom ausführte.

Ohne die Stimmen der CDU beschloss der Rat die Offenlage des Bebauungsplans Nr. 30 zur Bürger- und Behördenbeteiligung, den nächsten Schritt im Verfahren. Parallel dazu wird von der Verwaltung ein Vor-Ort-Termin für April vorbereitet, um nochmals die geäußerten Bedenken fachkundig zu erörtern zu lassen.