Rheurdt: Altes Pflaster arbeitet unter der Aldekerker Straße

Gemeindeentwicklung in Rheurdt : Aldekerker Straße bekommt neue Fahrbahn

Die Stichstraße muss für 72.000 Euro komplett neu aufgebaut werden. Der Rat entscheidet am Montag.

Die Runderneuerung der Stichstraße Aldekerker Straße wird voraussichtlich im Frühsommer beginnen können. Nachdem der Hauptausschuss Anfang der Woche dem Rat empfohlen hatte, die Haushaltsmittel in Höhe von 72.000 Euro bereit zu stellen, gab es auch im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Ökologie am Donnerstagabend keine Gegenstimme. Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen erneuerte sein Versprechen an die Anlieger, dass die Gemeinde die derzeitige Diskussion im nordrhein-westfälischen Landtag über die Abschaffung von Anliegerbeiträgen im Blick behalten werde.

Betroffen sind die Hausnummern 17b bis 27 der Aldekerker Straße. Dort hätten sich in den vergangenen Jahren tiefe Spurrillen in der Asphaltdecke gebildet. Diese zeichneten sich besonders in der Kanaltrasse ab, heißt es in der Sitzungsunterlage. Das unter der Asphaltschicht liegende Pflaster verschiebe sich zudem und sorgt zusätzlich für Stolperstellen. Aus diesem Grund reicht es nach Meinung der vom Rathaus mit einer Analyse beauftragten Bauingenieure nicht, einfach nur eine neue Asphaltschicht aufzubringen.

Um die Straßenoberfläche dauerhaft stabil zu bekommen, müssten Asphalt samt darunter liegendem Pflaster und dem Schotterunterbau entfernt werden. Danach solle die Straße komplett neu aufgebaut werden – mit einer Frostschutzschicht und einem Betonsteinpflaster als oberster Schicht. Die Bordsteine an der Böschung können nach Meinung der Experten erhalten bleiben. Lediglich an der Einmündung müsse die Böschung durch neue, sogenannte L-Steine gesichert werden. Damit die von Grund auf erneuerte Straße nicht nach wenigen Wochen wieder aufgerissen werden muss, sollen beim Neuaufbau wenigstens Leerrohre, besser noch gleich die notwendigen Glasfaserleitungen gelegt werden.

Nach dem derzeit in NRW geltenden Kommunalabgabengesetz können die auf 72.000 Euro veranschlagten Baukosten zum Teil auf die Anlieger umgelegt werden. Natürlich könne er nicht vorhersagen, wie sich die derzeit im Düsseldorfer Landtag laufende Diskussion über die Abschaffung der Anliegerbeiträge entwickele, sagte Bürgermeister Kleinenkuhnen. Er gehe aber davon aus, dass die Gemeinde erst in der zweiten Hälfte 2020 eine Endabrechnung des Bauprojekts bekommen werde. Erst danach könnten die Anliegeranteile festgelegt werden. Falls dieser Punkt noch nicht entschieden sein sollte, gebe es Möglichkeiten zur Stundung oder Ratenzahlung von Anliegerbeiträgen.

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