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Rheurdt: Alter Wegverlauf wieder begehbar

Alter Wegverlauf in Rheurdt : Dank des Heimatvereins stimmt nun auch Google wieder

Ehrenamtliche Mitglieder des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege haben einem alten Weg wieder neues Leben eingehaucht. Bei den Freilegungsarbeiten wurde auch eine alte Bank entdeckt, die jetzt bald durch eine neue ersetzt werden soll.

Wenn man vom Bildstock an der Hauptstraße B 60 auf den Mühlenberg wollte, führte der Weg bisher durch den Hohlweg und dann zwangsläufig über den Grillplatz des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen (VfGuH). Viele, vor allem Auswärtige und Wanderer, schauten kurz vor dem Grillplatz ungläubig auf ihre Handy-Apps oder Karten und suchten dann dort den Weg, der nach Westen verlaufen sollte.

Wenn man aber in die Richtung schaute, konnte man diesen eigentlich nur erahnen, aber nicht mehr sehen. Das war auch schon seit längerem einigen Mitgliedern des VfGuH aufgefallen. Im Zuge der  jüngsten Arbeiten am Grillplatz, nutzten Michael Ehlers und Andreas Koschare diese Gelegenheit, um auch dem alten Weg wieder neues Leben einzuhauchen.

Die beiden Vereinsmitglieder schnitten, sägten und schaufelten, einen ganzen Tag lang den alten Wegverlauf wieder frei. Hiermit erfüllte sich Michael Ehlers einen lang gehegten Wunsch. „Schon als Kind bin ich diesen Weg immer gegangen“ erzählt er. Bei den Freilegungsarbeiten gab es für Michael Ehlers noch ein überraschendes weiteres Déjà-vu aus seiner Kindheit: Am westlichen Ende des Weges kamen unter dem Humus die Reste einer alten Bank wieder zum Vorschein. Schon damals hatte er hier den wunderschönen Blick über das Feld in Richtung Saelhuysen/Finkenberg genossen. Die Überreste der Bank will der VfGuH durch eine neue Bank ersetzen, damit man in Zukunft von dort wieder den schönen Ausblick genießen kann.

„Die Freilegung dieses Weges, ist ein weiterer Meilenstein bei der Sanierung des Grillplatzes durch den VfGuH. Die Sanierungstätigkeiten sind für jeden Spaziergänger deutlich sichtbar“, freut sich auch Claudia Koschare, Vorsitzende des VfGuH. Somit konnte ein kleiner Heimatverein dazu beitragen, dass unter anderem der Weltkonzern Google seine Kartendaten nicht berichtigen brauchte und viele Wanderer wieder auf dem richtigen Weg sind.