Reparatur Café Rheurdt: Nur jedes zehnte Schätzchen war schrottreif.

Reparatur Café in Rheurdt : Nur jedes zehnte Schätzchen muss auf den Schrott

Das Rheurdter Reparatur Café feiert sein zweijähriges Bestehen mit einer Extraschicht am kommenden Samstag, 9 bis 12 Uhr.

Mit einer Extraschicht am kommenden Samstag, 14. September, feiert das Reparatur-Café sein zweijähriges Bestehen. Die ehrenamtlichen Reparateure öffnen zum 20. Mal von 9 bis 12 Uhr ihre Werkstatt im Haus Quademechels an der Rathausstraße 57. Wer ein defektes Kleingerät zu Hause hat, darf es gerne vorbei bringen.

Im Reparatur-Café konnte bereits zahlreichen Besitzern geholfen werden. Initiator Frank Hoffmann hat in den vergangenen zwei Jahren mit seinen zehn ehrenamtlichen Mitreparateuren über 180 Geräte in den Händen gehabt. Darunter waren zahlreiche Küchenmaschinen, Toaster, Nähmaschinen, Bügeleisen, Kaffeemaschinen, Laptops, Handys und Radios. „Erstaunlicherweise sind nur wenige Fahrräder gekommen“, wundert Frank Hoffmann.

Es gab jedoch auch viele kleinere Reparaturen, wie etwa defekte Stecker, Glühbirnen und durchgescheuerte Stromkabel. Manchmal reichen ein paar Handgriffe, um ein kaputtes Gerät wieder zu neuem Leben zu erwecken. Durch den Austausch von Schaltern wurden einige Dinge wieder gangbar gemacht. Mit der Hilfe von Ersatzteilen konnten ebenfalls einige Geräte wieder zum Laufen gebracht werden.

Aber nicht alle defekten Schätzchen konnten die Reparateure wieder herstellen. manchmal ließen sich die notwendigen Ersatzteile nicht beschaffen oder sie waren schlicht viel zu teuer. Solche unlösbaren Fälle machten jedoch nur etwa zehn Prozent aller Fälle aus.

Es gab auch ungewöhnliche Maschinen zu reparieren. Darunter waren ein Spielautomat, eine Hornhautmaschine, ein Röhrenradio, ein Stereoscope View-Master aus den 1950er Jahren und eine Modelleisenbahn.

Auch wenn es manchmal stressig wird, in drei Stunden fast zehn Geräte zu reparieren, haben die Experten viel Spaß, wenn defekte Dinge am Ende wieder laufen. „Das bedeutet auch Nachhaltigkeit und ein vernünftiger Umgang mit Ressourcen“, sagt Frank Hoffmann. „Besonders freuen wir uns jedoch, wenn die Besucher ihre Lieblingsgeräte funktionstüchtig wieder mit nach Hause nehmen können.“

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