Ökodorf Rheurdt: Kompromiss zum Burgerpark am Runden Tisch gefunden.

Ökodorf Rheurdt : Kompromiss zum Burgerpark am Runden Tisch gefunden

Kirmes bleibt im Dorf. Festzelt und Autoscooter bekommen alternative Stellplätze. Zwei Bäume vertrocknet.

Am Runden Tisch zum Burgerpark arbeiten sich Verwaltung, Politik, Schützen und Bürger langsam aufeinander zu. Beim bislang letzten Treffen zu diesem Thema waren nach Angaben von Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen auch Vertreter des Festzeltes und des Autoscooters anwesend und bestätigten, dass sie mit der Kompromisslösung leben könnten. Dabei sollen die schweren Schützenfest-Bestandteile zum Teil vor die Pfarrkirche, zum Teil auf den Marktplatz ausweichen. Damit ist die Variante vom Tisch, dass etwa ein Drittel der Burgerpark-Fläche befestigt werden müssen, um die schweren Kirmes-Geschäfte tragen zu können.

„Die Bürger wollen den Park als wichtige Ruhezone, als Ort der Begegnung und Entspannung in der Gemeinde erhalten – ohne dass er verkleinert wird“ – mit diesen Worten hatte Siglinde Bockheim den Bürgerwillen zusammengefasst, als sie Anfang Juli einen dicken Packen Protestunterschriften an den Bürgermeister übergeben hatte. In der Folgezeit hatte sich ein Runder Tisch gebildet, an dem alle Beteiligten nach einer ausgewogenen Lösung suchten. Im Gespräch hatten Vertreter der Schützen und der Vereinsgemeinschaft den Vorschlag gemacht, die Wege im Burgerpark zu verbreitern, das Festzelt auf den Marktplatz zu stellen – dort, wo das alte Feuerwehrgerätehaus derzeit steht und demnächst abgerissen wird. Ein Vertreter der katholischen Kirche machte deutlich, dass der Autoscooter für einige Tage nahe der Kirche stehen könne.

Siglinde Bockheim und Jürgen Volk vertreten die Bürgerinitiative. Sie machen deutlich, dass der Slogan „Hände weg vom Burgerpark“ vor allem mit Blick auf die Parkplatzpläne galt. „Natürlich sollen alle Veranstaltungen dort stattfinden können wie bisher. Wir sehen im Burgerpark einen Ort der Begegnung.“

Ein Baumexperte überbrachte dem Runden Tisch die Nachricht, dass zwei alte Bäume durch den trockenen Sommer unrettbar geschädigt sind und gefällt werden müssen. Ein dritter Baum sei in einem kritischen Zustand, hieß es.