Nieper Freilandeier aus dem Hühnermobil

Angebot in Niep : Freilandeier aus dem Hühnermobil

Daniel Beeker betreibt zwei mobile Hühnerställe in Niep. Kunden können frische Eier aus dem Automaten ziehen.

Nieper Freilandeier gibt es bei Daniel Beeker an der Nieper Straße. Eine Besonderheit des Produkts sind die Produktionsstätten: zwei mobile Hühnerställe, die in den Wiesen in der Nähe des Bauernhauses stehen. Die Hühner haben ab zehn Uhr morgens Ausgang und verbringen den Tag rund um ihren Stall. Abends kehren sie in ihren Stall mit Sitzstange zurück. Alle zwei bis vier Wochen werden die mobilen Ställe versetzt.

„Familie Bird in Hoerstgen war für unsere Region der Pionier“, sagt der 31-Jährige. Mit Familie Benger aus Schaephuysen startete das erste Projekt in Niep. Seit Sommer legt Daniel Beeker mit seinen eigenen Hühnerställen nach. „Schon als Kind hatte ich Hühner“, sagt der Landwirt. Die Hühnerhaltung auf dem Familienhof zu betreiben, passte daher in sein Konzept. Zunächst fand der Verkauf im Eierhäuschen statt. Die Kundschaft kaufte begeistert frische Eier ab Hof und andere Produkte. Eingezahlt wurde das Geld in die „Vertrauenskasse“, die jedoch kein Wechselgeld herausgab. Daher kam es zu Fehlbeträgen, manch anderer ignorierte die Kasse und bediente sich einfach mit Eiern.

Schon damals dachte Daniel Beeker Gedanken darüber nach, wie sich seine Verkaufsstelle optimieren ließ. Statt des Eierhäuschens bietet er seinen Kunden nun einen Automaten mit Kühlung, der im Innenhof steht. „Der Automat wechselt Geld, und für mich ist die Dokumentation über verkaufte Ware wesentlich einfacher. Auch die Kundschaft hat die Veränderung deutlich positiv aufgenommen.“ Über eine Tastatur wählt der Kunde den gewünschten Eierkarton, den er dann über eine Klappe dem Automaten entnehmen kann.

Bestätigung für seinen Verkauf ab Hof bekam Beeker über seine Kundschaft wie auch durch den jüngsten Lebensmittelskandal um insektizidbelastete Eier aus den Niederlanden „Der Eierskandal hat dem Verbraucher verdeutlicht, wie wichtig die Möglichkeit ist, Freilandeier aus regionaler Vermarktung zu kaufen“, sagt Beeker. „Den Legehennen bieten wir die artgerechte Haltung mit genügendem Auslauf.“ Gefahr droht den Hühnern nur von oben durch den Habicht. Die Kundschaft kommt aus Neukirchen-Vluyn, Kapellen, Krefeld und dem weiteren Umland. Thomas Wedekind ist ein solcher Kunde. „Für mich steht regional an erster Stelle. Eier aus Legebatterien lehne ich ab. Hier sehe ich, wie die Hühner gehalten werden. Und frischer geht es doch wirklich nicht“, sagt der Kapellener.

800 Hühner und einige Hähne bewohnen die beiden Hühnermobile. Vier Quadratmeter Fläche hat jedes Huhn zur Verfügung. Mit der 17. bis 18. Lebenswoche beziehen junge Hühner, Sorte Lohmann Brown-Classic, das Hühnermobil und haben ab der 20. Woche Legereife. Sie bleiben bis zum 14. Lebensmonat. „Wir verkaufen einen Teil als Suppenhühner selber. Den größten Teil nimmt ein Geflügelhändler“, sagt Beeker. Die Tagesproduktion liegt bei 650 bis 700 Eiern. Eine Maschine sortiert sie nach Größe, verpackt werden sie anschließend von Hand.